Touchdown-Festival
13.04.2009 | 15:10 Uhr 2009-04-13T15:10:00+0200Recklinghausen Chargers feiern klaren 65:0-Testspielsieg und tanken reichlich Selbstvertrauen
Recklinghausen. Das war eine gelungene Generalprobe. In seinem einzigen Testspiel vor dem Saisonstart am 3. Mai bei den Paderborn Dolphins ließ American Football-Regionalligist Recklinghausen Chargers den Düsseldorf Bulldozer keine Chance. Der Verbandsligist aus der Landeshauptstadt tat seinem Spitznamen keine Ehre, sondern wurde seinerseits von den Recklinghäusern mit 65:0 niedergewalzt und bat am Ende um einen Testspielabbruch.
Diesen Gefallen tat Chargers-Chefcoach Heiko Czarnotta nach diesem unerwarteten Touchdown-Festival den Düsseldorfern gerne. Denn die Recklinghäuser waren heilfroh, dass die Bulldozer überhaupt gekommen waren. Nachdem der erste Test gegen die Cologne Crocodils ausgefallen war, nutzten die Chargers die vier Viertel gegen die Düsseldorfer weidlich aus, um sich so richtig warm zu spielen. Bereits nach wenigen Sekunden lieferte Quarterback (Spielmacher) Joey Smith seinen ersten gelungenen Pass auf Wide Receiver (Passempfänger) Johannes Samson ab und es stand bereits 6:0. Nach diesem einfachen, aber an diesem Tag so erfolgreichen Strickmuster ging es dann munter weiter. Czarnotta: „Wir haben noch nicht einmal alles gezeigt. Außerdem gab es noch das eine oder andere kleine Missverständnis. Aber Düsseldorf war einfach zu schwach, ums uns wirklich ernsthaft zu gefährden.”
Doch von dieser fehlenden Gegenwehr ließen sich die Chargers nicht aus der Ruhe und vor allem nicht aus dem Rhythmus bringen. Auch die Tatsache, dass diesmal nur einer der drei Amerikaner zum Einsatz kam, ließ an der haushohen Überlegenheit der Gastgeber keinen Zweifel aufkommen. So durfte sich Sean Hatcher sowohl im Angriff als Wide Receiver als auch in der Verteidigung als Cornerback (hinterer Passverteidiger) versuchen und fügte sich gleich gut ein. „Ihm fehlt die letzte Fitness. Aber er hat mehrfach angedeutet, über welche überragenden Fähigkeiten er verfügt. Wenn er noch ein wenig fitter wird und wir ihn noch besser integrieren, dann wird er noch stärker.”
Noch stärker werden die Chargers auf alle Fälle, wenn auch noch Laurence Williams und Ralphael Jefferson mitspielen können. Doch für Williams, der zuletzt in der ersten finnischen Liga spielte, liegt noch keine Spielgenehmigung vor und Jefferson musste aus privaten Gründen noch einmal für einige Tage zurück in die USA fliegen. „Doch wenn wir in Paderborn beide an Bord haben, dann werde ich mich noch sicherer fühlen.”
Die ersten Erkenntnisse über die Spielstärke zweier Ligarivalen hat Czarnotta bereits bekommen. So siegten die Bochum Cadets im ersten Pflichtspiel bei den Bielefeld Bulldogs mit viel Mühe noch mit 35:28. Czarnotta: „In der vergangenen Saison hat Bochum Bielefeld klar mit 42:0 geschlagen. Also gehe ich davon aus, dass Bochum wie vermutet, nicht mehr ganz so stark ist wie in der vergangenen Saison. Jetzt bin ich mal auf den ersten Auftritt der Paderborner kommende Woche gegen Troisdorf gespannt. Denn wir müssen ja gegen Paderborn starten.” Und in der vergangenen Saison waren die Chargers in beiden Spielen ohne Chance. Ob es in dieser Saison besser laufen kann, darüber will sich Czarnotta eben am kommenden Wochenende einen ersten Eindruck verschaffen.

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