SWM-Frauen zieht es zum FC 26 Erkenschwick

Kurzzeitig standen die Meckinghover Fußballfrauen, die sich erst vor wenigen Wochen mangels Personal aufgelöst haben, vor einer ungewissen Zukunft. Jetzt steht fest, dass sieben Spielerinnen nebst Mannschaftsbetreuerin Christina Reiners zum FC 26 Erkenschwick wechseln werden.

Datteln.. Reiners berichtet, dass man nach längeren Gesprächen mit FC-Trainer Ralf Almoneit diese Entscheidung getroffen hätte. "Wir hatten in Meckinghoven gegen Ende der Saison nicht mehr genügend Spielerinnen, sodass wir nicht hätten in die neue Kreisliga-Saison gehen können", erklärt Reiners. SWM-Geschäftsführer Berthold Weidlich sagt: "Sicherlich hinterlassen die Fußballfrauen eine große Lücke."

Doch vollends wollte das Team, zuletzt noch unter der Leitung von Peter Rusina, den Dattelner Süden nicht verlassen. Aus diesem Grund fragten Reiners und Co. in Oer-Erkenschwick an, ob Interesse an einer Spielgemeinschaft bestünde. Allerdings ereilte sie in dieser Hinsicht eine Absage. Nach Angaben von Reiners habe Almoneit einen ausreichend großen Kader zur Verfügung, um nicht fusionieren zu müssen.

Interesse an einer Übernahme der Akteurinnen zeigte der 1. FFC Recklinghausen, bei dem die Ex-Meckinghoverin Susi Holzner im Mädchenbereich als Betreuerin tätig ist. "Das Problem ist hier die Entfernung zum Hohenhorster Stadion", begründete Reiners das "Nein" zur Kreisstadt. "Andererseits wollten einige von uns auch mit dem Stamm nach wie vor zusammenspielen." Und so kam man in Datteln erneut kräftig ins Grübeln und schließlich zu dem Beschluss, sich doch dem FC 26 Erkenschwick anschließen zu wollen.

Sieben Spielerinnen sowie Reiners werden sich dem Verein aus der Nachbarstadt anschließen, darunter auch Torhüterin Stephanie Skora. "Wie unsere Leute eingesetzt werden, das liegt in Ralfs Händen, da werde ich mich auch nicht einmischen", betont Reiners. Ihre neue Heimat am Steinrapener Weg werden außerdem Nicole Mittelberg, Tanja Osterkamp, Sarah Reiners, Hannah Michels, Rabea Mehrwald und Monja Thies finden.

Vier Spielerinnen hatten schon in der zurückliegenden Saison angekündigt, ihre Fußballschuhe an den Nagel hängen zu wollen oder auch einen Vereinswechsel anzustreben. Nach rund 30 Jahren im Dattelner Frauenfußball zog sich Daniela "die Kurze" Bruchhäuser zurück. Ob zwischen den Pfosten oder im Sturm - Bruchhäuser konnte man auf jeder Position einsetzen. Sie wirkte beim SV Vorwärts Datteln-Hagem mit, lief ein Jahr für Bundesligist FFC Flaesheim-Hillen auf und wechselte auch vor vier Jahren nach der Auflösung des SV Vorwärts mit nach Meckinghoven. "Sie hätte noch locker zwei bis drei Jahre in der Kreisliga mitspielen können", bedauert Reiners das Ausscheiden der "Kurzen". "Wir würden sie gerne wieder in unseren Reihen begrüßen." Außerdem nicht mit in die Stimbergstadt gegangen sind Susi Holzner, Melanie Homfeldt sowie Monika Kopton.

Reiners wird SWM jedoch keinesfalls den Rücken kehren. Zusammen mit Abdelali Boussettar trainiert sie im Sportzentrum Süd in der neuen Saison die U17-Mädchen. "In ungefähr zwei Jahren soll an Ort und Stelle dann ein Frauenteam aus dieser Formation entstehen", schildert Reiners ihr Vorhaben. Weidlich freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit der erfahrenen Fußballerin und Übungsleiterin: "Unser Ziel sollte es nicht nur sein, hier in Meckinghoven Mädchenfußball anzubieten. Wir möchten, dass sie später zu den Seniorinnen aufsteigen und dort auch bei uns spielen können."