SV Vestia verliert dreimal - und scheidet vorzeitig aus

Ohne Offensive war Landesligist SV Vestia Disteln beim Turnier in Marl chancenlos - und verlor bei drei Auftritten dreimal.

Marl.. Vor allem in der Offensive drückte der Schuh gewaltig. Trainer Jürgen Klahs musste auf Dennis Geimer, Sezgin Salli, Ahmet Oezcan, Michele Zappa, Philipp Umierski und Ümit Cavus verzichten. "Sicher hätte ich den ein oder anderen Spieler gerne beim Turnier dabei gehabt", sagt Klahs. Er weiß auch: Einige Verletzte müssen jetzt zurück kommen, "sonst wird es eng für das erste Meisterschaftsspiel". Die Distelner starteten am vergangenen Freitag mit einer 1:2-Niederlage gegen den Landesliga-Konkurrenten TuS 05 Sinsen in das Turnier. Am Samstag folgte das Duell mit dem Oberligisten SV Zweckel. Hier wurden die Distelner gleich kalt erwischt, kassierten zwei frühe Gegentore (9., 15.). "Anschließend haben die Zweckeler das Tempo heraus genommen", berichtet Klahs. So blieb’s nach der 45-minütigen Partie beim 0:2.

Dennoch hatte der SV Vestia noch die Chance, das Halbfinale am Sonntag zu erreichen. Voraussetzung: ein Sieg mit mindestens vier Treffern Unterschied gegen den VfB Hüls. Ebenfalls ein Oberligist. "Das war natürlich utopisch", meint Klahs. Zumal ihm die Spieler ausgingen. Er musste noch aus der Reserve den Spielertrainer Christian Zimmermann sowie Torwart Marco Magga - spielte im Sturm - bestellen, damit überhaupt elf Leute auf dem Platz standen."Stellenweise sah es recht ordentlich aus", meint Klahs. Der Landesligist hätte sogar durchaus mit 1:0 in Führung gehen können. Doch Sayhan Salli traf nur den Pfosten des Hülser Gehäuses. In der 32. Minute erzielte die VfB-Truppe das entscheidende 1:0. Anschließend versuchte es die Vestia-Elf noch einmal, war vor allem bei Standards gefährlich. So wie nach einem Eckball. Doch Adnan Mulavdic köpfte knapp über die Querstange. Es blieb beim 1:0. "Für unseren Einsatz hätten wir ein Unentschieden durchaus verdient gehabt", sagt Klahs.