Suderwich träumt weiter von Sportzentrum

Ein Sportzentrum im Herzen Suderwichs das ist der Traum vieler Sportler und und engagierter Mitglieder der SG Suderwich. Nicht zuletzt durch die Gründung des Fördervereins Sportzentrum Recklinghausen-Suderwich soll die Realisierung dieses Projekt vorangetrieben werden.

Recklinghausen.. Bei der Jahreshauptversammlung gab es einen Wechsel an der Vorstandsspitze - und Überraschendes in puncto Realisierbarkeit.

Der bisherige Vorsitzende Wilhelm Burrichter gab nach vier Jahren den Vorsitz an Alfred Krah weiter. Als Stellvertreter wählte die Versammlung Wilhelm Vollhase und Gerd Temme. Ergänzt wird der Vorstand durch die Kassenprüfer Horst Bachmajer, Rolf Tanski sowie Schatzmeister Josef Kirwel. Beisitzer sind Bärbel Nörtershäuser, Martin Wleklik und Karl Buzogany.

Drei Jahre dauerte es, bis der Förderverein Sportzentrum Recklinghausen-Suderwich einen Entwurf für das Sportzentrum ausgearbeitet hatte (wir berichteten).

Das geplante Sportzentrum soll an der Lülfstraße angrenzend an den Rasenplatz angebaut werden - bis zur ehemaligen Zechenbahn-Trasse an der Schulstraße. Diese Fläche hatte die Stadt bereits 2009 gekauft. Nach Plan, der rein nach Suderwicher Wünschen erstellt wurde, sollen dort unter anderem zwei Kunstrasenplätze für die Fußballer und neue Ringtennisplätze entstehen. Drei Bauabschnitte umfasst dieses Vorhaben.

Im Oktober des vergangenen Jahres adressierten die Mitglieder des Fördervereins einen Brief mit dem Entwurf an Bürgermeister Christoph Tesche sowie Beigeordnete der Stadt. Kann der Plan Wirklichkeit werden? "Es kommt ganz auf die finanziellen Möglichkeiten der Stadt an", wirft Johannes Quinkenstein, Ratsmitglied für die CDU, ein und ergänzt: "Die Chancen stehen jedoch gut. Die zuständigen Fachbereiche untersuchen zurzeit das weitere Vorgehen und prüfen die mögliche Finanzierung."

Das klingt nach einer zeitnahen Umsetzung des Großprojekts. Die Kosten taxierte Burrichter kürzlich auf knapp zwei Millionen Euro. Eine stolze Summe für eine Stadt, dessen Kassen bekannterweise spärlich gefüllt sind. Sportdezernent Georg Möllers erklärte auf Anfrage dieser Zeitung: "Für große Neuprojekte sind zur Zeit keine Mittel absehbar. Verabredet mit dem Sportausschuss ist die Ansparung von Mitteln für einen weiteren Kunstrasenplatz."

Klaus Breidenstein, SPD-Ratsmitglied und Vorsitzender des Sportausschusses, zeigt sich ebenfalls überrascht vom Vorstoß Quinkensteins: "Ich kann bestätigen, dass Gespräche geführt werden. Ein Ergebnis der wirtschaftlichen Prüfungen ist mir aber nicht bekannt."