Stuckenbusch unter Druck

Dass der Fußball-Trainer an sich durchaus zu dramaturgischen Übertreibungen neigt, ist ja eine bekannte Tatsache. Doch wenn Michael Pannenbecker davon spricht, dass wir am Sonntag gegen Emsdetten 05 einfach gewinnen müssen, dann hat der Coach der Sportfreunde Stuckenbusch dafür gute Gründe.

Recklinghausen.. Seine Bedenken liegen auf der Hand: Gibt es auch diesmal keine Punkte, dann geht eben nicht nur die Partie selbst, sondern auch der Kontakt zum Mittelfeld verloren, und das ist in dieser Frühphase der Saison zweifelsfrei auch ein psychologischer Rückschlag.

Doch es ist einfach unausweichlich: Durch den nicht sonderlich gelungenen Start in die Spielzeit hat sich der Druck aufgebaut, mit dem die Mannschaft jetzt leben muss. Wie sie damit umgehen wird, ist auch dem Trainer noch nicht so ganz klar: "Ich kann noch nicht sagen, ob uns das liegt."

Tatsächlich hat die jüngste 2:3-Niederlage beim Kreisrivalen TuS Haltern aus Sicht von Michael Pannenbecker vor allem zwei Erkenntnisse erbracht: a) "Wir hätten dort mehr mitnehmen müssen." Und b) "Grundsätzlich können wir in der Liga mithalten."

Dabei hätte sich seine Mannschaft das Leben so leicht gestalten können, findet der Stuckenbuscher Coach: "Wenn wir vor der Pause durch Bockhoff das 3:1 machen und nicht stattdessen um den Ausgleich betteln, dann fahren wir auch als Sieger nach Hause." Seine Überlegung: "Vielleicht sind die etablieren Landesliga-Teams eben doch ein wenig abgezockter."

Und zu dieser Sorte von Mannschaft gehört auch die SpVg. Emsdetten 05, die mit Isuf Asllani und Rabah Abed angeblich über zwei exquisite Stürmer verfügt. Leider wird auf Stuckenbuscher Seite Matthias Fabich (gesperrt) ausfallen, dafür kehrt Martin Tatura aus dem Urlaub zurück. Unklar ist zudem, ob Sebastian Berg und Edis Bunic am Sonntag auflaufen können.