Stefan Starick nicht zu stoppen

Stefan Starick ist der Torgarant beim FC eintracht Waltrop. In der vergangenen Saison war er besonders erfolgreich: Starick traf 39-mal für den C-Ligisten und war damit der beste Schütze aller Waltroper Klubs.

Waltrop.. Abgesehen von einer einjährigen Unterbrechung, die Starick bei Eintracht Ickern verbrachte, spielt er seit dem Jahr 2007 für die Eintracht - sie ist "sein" Verein. Das heißt, sie ist dazu geworden. Denn vor seiner Zeit in Waltrop war Stefan Starick in seiner Heimatstadt Datteln am Ball.

Das Fußballspielen lernte er bei Vorwärts Datteln, und diesem Verein gehörte vor der Eintracht sein Herz. In der A-Jugend wechselte er zur DJK Eintracht Datteln und sollte dort auch bei den Senioren Fuß fassen. "Aber da stand ich vor der Wahl, eine Lehre zu machen oder Fußball zu spielen", sagt der heute 30-Jährige, der sich für die Lehre als Bäcker entschied und durch die Arbeitszeiten in diesem Beruf nicht höherklassig spielen konnte. So ging er noch einmal zu Vorwärts zurück.

Als der Verein komplett zerbrach, suchte sich Starick eine neue sportliche Heimat und fand sie bei Eintracht Waltrop. Mit dem im Jahr 2007 noch jungen Verein stieg Starick schon im ersten Jahr in die Kreisliga B auf. Mittlerweile geht es zwar wieder in der Kreisliga C um Punkte. "Aber mein großes Ziel ist es, mit der Eintracht aufzusteigen", so Starick.

In der vergangenen Saison reichte es nur zu Platz acht in der Abschlusstabelle. Das große Problem sei die Anfälligkeit hinten, so der Torjäger vom Dienst. Er will damit nicht die Abwehrspieler seines Teams kritisieren, sondern meint die gesamte Mannschaft. "Wir spielen gut gegen die Spitzenmannschaften und haben dann wieder Spiele dabei, bei denen wir mehrere Gegentreffer innerhalb kurzer Zeit kriegen. Das kann man gar nicht erklären."

Mehr eigene Tore als der Meister
Die Zahlen belegen, dass die Eintracht nicht nur einen Torjäger in ihren Reihen hat, sondern insgesamt stark nach vorne spielt. Mit 109 Treffern hat Staricks Team ein Tor mehr erzielt als der Meister SV Bossendorf II - aber auch 29 Gegentreffer mehr zugelassen. "Wenn wir unser Defensivproblem in den Griff kriegen, ist der Aufstieg möglich", sagt Starick.

Er selbst hat in der abgelaufenen Spielzeit 39-mal gejubelt - obwohl er fünf von 28 Partien verpasste und noch nicht einmal ganz vorne spielt. "Meistens spiele ich auf der Sechs, manchmal auch hinter den Spitzen." Aber Starick hat auch gute Vorderleute, die ihn bei seinen Vorstößen bedienen. "Jan-Oliver Forsmann und Stefan Bauer sowie Mike Lellinger haben mir viele Bälle aufgelegt", sagt der beidfüßige Starick, der sich auch mit Freistößen oder Elfmetern in die Torjägerliste eintrug.

Staricks Ausbeute hat ihn auch für andere Vereine interessant gemacht. Im Sommer habe er Anfragen von Fortuna Seppenrade oder auch BW Post Recklinghausen gehabt - aber abgesagt, weil er ja noch ein Ziel mit der Eintracht hat.