Stefan Blank macht’s
03.08.2010 | 15:15 Uhr 2010-08-03T15:15:00+0200
Oer- Erkenschwick.Ein früherer Profifußballer soll die sportliche Zukunft der Spvgg. Erkenschwick mitgestalten. Der NRW-Liga-Aufsteiger hat die seit dem Ende der Vorsaison vakante Position des Sportlichen Leiters an Stefan Blank vergeben.
Der 33-jährige Gelsenkirchener nimmt von sofort an seine Arbeit auf. Er folgt auf den im Juni zurückgetretenen Klaus Bockhoff. Eine „gemeinsame Wellenlänge“ (O-Ton) machten Blank und die Klubführung bei den Sondierungsgesprächen aus, die am Rande des Cranger-Kirmes-Cups in Herne geführt wurden. Die Spielvereinigung sei überzeugt, dass Blanks „erworbene Erfahrung für die Arbeit am Stimberg von hohem Nutzen geprägt sein wird“, wie der Verein wissen ließ. Und für den Gelsenkirchener, der im Vorjahr kurzzeitig bei der SG Wattenscheid 09 als Trainer arbeitete und der im Besitz der A-Lizenz ist, ist es der Einstieg in ein neues Berufsleben. „Für mich ist das eine Riesenchance“, sagt der Mann, der 129 Mal in der 2. Bundesliga und 39 Mal im Oberhaus spielte und der Alemannia Aachen 2004 gegen Bayern München ins DFB-Pokalfinale schoss. Eine schwere Knieverletzung zwang ihn 2006 zum Karriereende.
Den Stimberg kennt er nicht nur vom Hörensagen. „In den 90ern habe ich dort mit Wattenscheid in der Regionalliga gespielt.“ Und auch über die Situation des Vereins weiß er einiges. „Das erinnert an Wattenscheid. Mit dem wesentlichen Unterschied, dass die kommende Saison finanziell gesichert ist. Die Spielvereinigung hat hervorragende Arbeit geleistet.“
Er selbst sieht sich als Bindeglied zwischen Mannschaft, Trainer und Vorstand. Aber nicht nur im klassischen sportlichen Bereich, die in erster Linie Spielersuche und Spielerbetreuung betrifft, will er tätig sein. „Ich hoffe dass der Verein meine Ideen aufnimmt, wie wir die Spielvereinigung vermarkten können.“ Die NRW-Liga sei dafür eine gute Plattform, der Aufstieg mit einer jungen Mannschaft eine gute Basis. „Ich hoffe nur dass die Erwartungen erst einmal nicht zu hoch sind. Für uns geht es in dieser Saison erst einmal nur um den Klassenerhalt.“ Dass er kein gebürtiger Erkenschwicker ist und keinen Stallgeruch hat, sieht er nicht als Nachteil. Im Gegenteil: „Vielleicht ist es ganz gut, dass jemand von außerhalb kommt und nicht alles durch die Vereinsbrille sieht.“

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