Spielfreude pur
19.02.2012 | 19:16 Uhr 2012-02-19T19:16:00+0100
Herten.Während viele andere Mannschaften der Verbandsliga die einwöchige Spielpause begrüßten oder um im Rhythmus zu bleiben ein Testspiel ansetzten, hatten die Handballer des SV Westerholter eine Pokal-Woche vor der Brust. Englischer Art. Am Donnerstag hatte die Mannschaft von Trainer Uwe Bekston bereits Landesligist TuS Ickern im Kreispokal-Viertelfinale nach Verlängerung bezwungen, jetzt stand noch die Runde der letzten acht Mannschaften im HVW-Pokal-Wettbewerb an. Dabei setzten sich die Westerholter gegen den Oberligisten VfL Eintracht Hagen II mit 27:24 (14:14) durch.
Es gibt diese These schon lange: Ein guter Verbandsligist könne in der Oberliga mithalten Nicht gleich auf Anhieb oben mitspielen, sondern drin bleiben. Dieser These scheinen die Hagener nach ihren Aufstieg in der vergangenen Spielzeit bisher zu folgen. Die Westerholter wollen da erst noch hin. Jetzt gab es einen winzigen Vorgeschmack. „Es war ein wirklich guter Abschluss für diese Woche. Es hätte mich auch sehr geärgert, wenn wir nach dem Spiel am Donnerstag in Ickern nicht noch eine Gelegenheit gehabt hätten, um guten Handball zu zeigen“, sagte Bekston. Denn das taten die Westerholter in erster Linie. Oder wie es der Coach ausdrückte: „Wir haben richtig guten Handball gezockt. Das hat auch Hagen gemerkt.“ Denn die Gäste schlossen sich der Spielfreude an. „Es gab keine übertriebene Härte. Beide Mannschaften wollten Handball spielen.“
Sie machten das lange auf Augenhöhe. Beim Seitenwechsel stand es 14:14. „In der Abwehr haben wir bis auf acht Minuten, die haben wir komplett verschlafen, richtig gut gearbeitet.“ So konnten die Kreisanspiele der Eintracht immer mal wieder abgefangen werden. Auch mit der Vorstellung im Angriff war Bekston im Großen und Ganzen zufrieden. „Bis auf 15 Minuten war das sehr gut. Wir haben unsere Angriffe lange und auch durchdacht ausgespielt. Wir haben Auslösehandlungen durchgeführt und dann auch weitergespielt.“
Weiter geht es für den Verbandsliga-Tabellenführer am Samstag. Mit einer vermeintlich lösbaren Aufgabe. Dann ist nämlich das im Tabellenkeller schon etwa abgeschlagene Schlusslicht ATV Dorstfeld, seit sechs Spielen in Folge ohne Punktgewinn, zu Gast in der Halle am Bahnhof.

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