SKV verspielt den Aufstieg

Als Tabellenführer waren die Sportkegler des SKV Erkenschwick in den letzten Bezirksliga-Spieltag gestartet. Als Tabellendritter beenden die Oer-Erkenschwicker die Serie und verspielten somit auf der Zielgeraden noch den angepeilten Aufstieg in die Oberliga. Beim Mitkonkurrenten RWE Hamm/Dolberg gabs eine glatte 0:3 (12:24; 2744:2988)-Packung.

Hamm.. Wo man sonst in der Saison Holzzahlen um die 800 bei den SKV-Akteuren erwarten durfte, herrschten jetzt lange Gesichter. Mit einem Schnitt deutlich unter der 700er-Marke hatten die Gäste auf den kniffligen Bahnen in der Gaststätte "Zur Post" in Hamm keine Chance. "Das sind echte Heimbahnen. Das wussten wir im Vorfeld", sagt Sportwart Thomas Schmidt.

Nicht ohne Grund hat RWE Hamm/Dolberg in dieser Spielzeit auf eigenen Bahnen nicht einen einzigen Punkt abgegeben und alle sieben Heimspiele mit 3:0 gewonnen. Dabei hätte den Gästen vom Sportkeglerheim am Maritimo genau ein einziger Punkt gereicht, um sich zumindest Platz zwei zu sichern. Und da Bezirksliga-Meister SG Blau-Gold Germania Hagen II fast sicher auf den Aufstieg verzichten wird, weil drei Spieler die Mannschaft verlassen, war das Duell zwischen Hamm/Dolberg und Erkenschwick ein echtes Aufstiegsendspiel. Doch mit dem Druck und vor allem mit den Tücken des Materials kam das SKV-Quartett nicht zurecht.

Dass es wohl nichts wird mit dem angepeilten Aufstieg, war schon nach dem ersten Block klar. Dirk Jelinek musste als Erster auf die Bahn und erreichte enttäuschende 634 Holz. Auch Frank Schumacher konnte sein Potenzial nicht abrufen, kam ebenfalls nur auf schwache 664 Holz. Da Alfred und Dirk Heisig für die Gastgeber 754 und 760 Holz vorlegten, war die Vorentscheidung für die Gastgeber bei einem Vorsprung von 216 Holz bereits gefallen.

Da konnte sich Dieter Lenhardt sogar schwache 710 Holz leisten, weil hinten heraus Berthold Sudhues mit 764 Holz die Tagesbestleistung erreichte. Michael Walrab (717) und Christopher Heiduk, der mit 729 Holz bester Gästekegler war, konnten das Ergebnis nicht mehr korrigieren. "Den Aufstieg haben wir sicher nicht heute verspielt", meinte ein enttäuschter Thomas Schmidt später.

Dass Hamm/Dolberg durchaus schlagbar ist, hatte die "Zweite" des SKV Erkenschwick unlängst im Pokal-Wettbewerb gezeigt. Allerdings - und das ist wohl der große Unterschied - auf eigenen Bahnen. Grund zur Freude hatte die Mannschaft mit Dieter Weichert, Hans-Georg Essel, Wilhelm Klauke und Marvin Brandau am letzten Meisterschaftsspieltag.

Ein nervenaufreibendes Finale gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten KV Heidebad Iserlohn II, der bei einem Sieg den SKV noch hätte überholen können, blieb den Oer-Erkenschwickern erspart. "Am Samstag hatte mich jemand aus Iserlohn angerufen und mich darüber informiert, dass sie nicht antreten können", sagt Schmidt. Die Begegnung wird mit 3:0 für den SKV II gewertet, der dadurch auch in der nächsten Saison in der Bezirksliga spielen darf.