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Simon sieht noch Luft nach oben

18.02.2010 | 16:34 Uhr

Mal hui, dann auch wieder pfui. Die erste Saisonhälfte hatte für den Fußball-Westfalenligisten FC 96 Recklinghausen einiges einer Achterbahn. Das soll in der zweiten Saisonhälfte besser werden. FC-Kapitän Andre Simon erklärt WAZ-Mitarbeiter Felix zur Nieden, wie das klappen soll.

Welche Ziele hat sich der FC 96 Recklinghausen für die Rückrunde gesteckt?

Simon: Wir wollen noch so weit wie möglich nach oben kommen. Mit dem Aufstieg werden wir sicher nichts mehr zu tun haben, aber eine Verbesserung ist durchaus drin. Jetzt stehen wir im gesicherten Mittelfeld, haben mit dem Abstieg nichts zu tun und können nach oben angreifen.

Andre Simon Foto: WAZ: Reiner Kruse

Es sind nur vier Punkte Rückstand auf den Tabellendritten Oestrich-Iserlohn. Da kann man also vom FC 96 noch einiges erwarten?

Wir wollen die Erwartungen nicht zu hoch hängen, denn die Mannschaften die jetzt weit oben sind, die werden dort auch bleiben, weil sie wirklich gut sind. Außerdem erwarte ich, dass der ASC Dortmund und DSC Wanne-Eickel, die erst spät in der Saison aus den Startlöchern gekommen sind, sich auch nach vorne schieben wollen. Da wird es für uns nicht einfach.

Also geht es um die berühmte „Goldene Ananas”. Ist es da nicht schwer sich zu motivieren?

Wir sind alle Fußballer und verlieren nicht gerne. Deshalb glaube ich schon, dass alle motiviert sind, sich auf dem Platz für die Mannschaft zu zerreißen. Außerdem wollen alle die Saison so weit vorne wie möglich beenden, auch wenn wir mit dem Aufstieg nicht mehr rechnen können.

Ist es dann die Aufgabe des Kapitäns darauf zu achten, dass bei allen die „Fußballer-Ehre” in Takt ist?

Sicherlich versuche ich meinen Teil dazu beizutragen aber ich spüre, dass die Mannschaft so gallig ist, dass sie sich immer weiter verbessern will und spielt, um Spiele zu gewinnen.

Welche persönlichen Ziele haben Sie sich für die Rückrunde gesteckt?

Ich möchte weiterhin konstant gut spielen. Ich denke, dass ich schon eine ordentliche Hinserie gespielt habe, aber ich merke auch, dass da noch Luft nach oben ist. Als offensiver Mittelfeldspieler habe ich jetzt acht Tore geschossen und es wäre super, wenn ich am Ende bei 15 Treffern lande. Da profitiere ich aber auch von der Mannschaft, die mir immer wieder tolle Vorlagen gibt.

Aktuell ist der Aufstieg kein Thema. Soll er es in den nächsten Jahren werden und hat das Team die Qualität dafür?

Auf lange Sicht gesehen denke ich schon. Wenn die Mannschaft so zusammenbleibt und das Teamgefüge immer stärker wird, ist das Potenzial auf jeden Fall da. Natürlich fehlt noch immer ein bisschen was, zum Beispiel, dass wir ein Spiel auch mal in den letzten zehn Minuten noch drehen, aber wir sind jung und lernen dazu. Unser Trainer Peter Anders hat Ahnung vom Fußball und das Team nicht umsonst so zusammengestellt.

Felix zur Nieden

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