SF Germania haben ihr Training wieder aufgenommen

Noch steht die Entscheidung der Bezirksspruchkammer in Sachen SV Herta 23 noch aus, doch die SF Germania Datteln haben am Wochenende ihr Training für die Saison in der wahrscheinlich Kreisliga A aufgenommen.

Datteln.. Bereits am Freitag hatte das Trainerteam mit Stefan Scheuner und Christian Meermann zum Aufgalopp geladen. Doch aufgrund der hohen Temperaturen war ein Training nur beschränkt möglich. Danach wurde bei Bier und Grillen der Saisonauftakt eingeläutet. "Wir gehen davon aus, dass wir in der Kreisliga A spielen werden", bekräftigte Scheuner bei der offiziellen Mannschaftsvorstellung am Sonntag noch einmal.
Der SV Herta 23 hat allerdings fristgerecht Einspruch gegen das Urteil der Kreisspruchkammer eingelegt. Die hatte 15 Spiele (die der letzten vier Monate) gegen den designierten Kreisliga-A-Aufsteiger vom Bruchweg gewertet.

Die Kammer hatte es als erwiesen angesehen, dass der SVH regelmäßig einen Spieler eingesetzt habe, der sich zu Beginn der Saison 2014/15 abgemeldet hatte, sich danach aber nicht wieder beim Verein anmeldete und somit nicht spielberechtigt gewesen sei.

"Wir sitzen jetzt zwischen den Stühlen", sagt Trainer Zakaria Chamdin. Das hat Auswirkungen auf die Personalplanungen. Denn offen ist noch, ob die vier potenziellen Neuzugänge auch in der Kreisliga B für das Team vom Bruchweg spielen würden. Oder wer den Verein verlassen wird. "Wir müssen warten", so Chamdin.

Diese Probleme hat Scheuner nicht. Seine Zugänge David Krück (VfB Waltrop), Deniz Paluskiewicz (Westfalia Vinnum) und Ali Cengiz (Kültürspor Datteln) haben sowohl für die A- als auch für die B-Liga zugesagt. Hinzu kommt noch Marcell Wittek, der nach drei Jahren Pause ein Comeback versucht.

Scheuner glaubt, dass er mit den Neuzugängen einen guten Fang gemacht hat. Mittelfeldspieler Krück gilt als ballsicherer Spieler, der auch lange Bälle schlagen kann. "Körperlich ist er sehr fit", so Scheuner, "wenn wir vier oder fünf Kicker seiner fußballerischen Klasse hätten , müsste ich mir keine Sorgen machen."

Auch Paluskiewicz, sowohl im offensiven Mittelfeld als auch im Sturm einsetzbar, hat fußballerisch seine Stärken, musste zuletzt aber lange pausieren. "Er muss körperlich noch zulegen", weiß Scheuner, "aber dafür haben wir ja eine fünfwöchige Vorbereitung."

Ein absoluter Allrounder ist Ali Cengiz. "Er kann in allen Mannschaftsteilen spielen", lobt Scheuner. Einige Fragezeichen stehen hinter Marcell Wittek. "Er ist fußballerisch hochbegabt und hat eine sehr gute Spielübersicht", so der Trainer. Allerdings hat Wittek eine gut dreijährige Pause hinter sich. Mehrere Rückkehr-Versuche scheiterten nach kurzer Zeit, weil das Knie nicht mitspielte. "Wir müssen ihn ganz vorsichtig aufbauen und dann schauen, was geht", so Scheuner.