Sein Stammplatz bleibt nun für immer leer

Er war eines der Gesichter des TSV Marl-Hüls. Über Jahrzehnte lenkte und begleitete er die Fußball-Jugendabteilung bis zu ihren jüngsten Erfolgen. Die Trauer ist groß. Bereits am 19. Januar verstarb Georg Scholz im Alter von 80 Jahren.

Marl.. Rund 40 Jahre ist es bereits her, als es den gebürtigen Duisburger nach Marl zog. Als Angestellter des Jugendamtes knüpfte Scholz nach und nach zahlreiche Kontakte. Unter anderem auch zu der Fußball-Jugend des TSV Marl-Hüls. Scholz begeisterte sich für die "Blauen Funken". Und die ließen ihn bis zu seinem Tode nicht mehr los.

Über drei Jahrzehnte fungierte Scholz als Jugendleiter der Fußballabteilung. "Er war eine gute Seele. Für seine jungen Fußballer ging er auch mal durchs Feuer. Oder, wenn es sein musste, stellte er sich auch mal schützend vor seine Burschen", erinnert sich Jupp Schröder, der 20 Jahre lang mit Scholz im Abteilungs- oder geschäftsführenden Vorstand zusammengearbeitet hat.

Georg Scholz packte an, wo er konnte. Nicht nur bei den Fußballern, sondern auch im Gesamtverein, wo er als stellvertretender Vereins-Jugendausschuss-Vorsitzender mitwirkte. Darüber hinaus war er über einige Jahre Vorsitzender der Kreisspruchkammer.

Sein Fokus lag aber stets auf den Nachwuchs-Fußballern des TSV. "In seiner Freizeit war er fast rund um die Uhr am Loekamp", so Schröder.

Für sein Engagement wurde Georg Scholz mehrfach ausgezeichnet. Der TSV Marl-Hüls ernannte ihn zum Ehrenmitglied. Des Weiteren erhielt er die Goldene Verdienstnadel des Vereins. Auch der Westfälische Fußball- und Leichtathletikverband (WLFV) zeichnete Georg Scholz mit der Verdienstnadel aus.

"Im Bereich der Jugend hat Georg für den TSV Marl-Hüls wirklich Herausragendes geleistet", sagt Schröder und zieht den Hut. "Damals hat er wichtige Grundsteine gelegt. Wenn man heute unsere erfolgreiche Nachwuchsarbeit sieht, dann ist das auch sein Verdienst. Mit ihm verliert der TSV eine der tragenden Säulen der letzten Jahrzehnte."

In den letzten Jahren zog sich Scholz, auch krankheitsbedingt, etwas zurück. Er hielt seinem TSV aber bis zuletzt die Treue. Noch in der Hinrunde zog es ihn zu den Heimspielen der Westfalenliga-Truppe an den Loekamp. Sein Stammplatz nahe der Eckfahne bleibt nun aber für immer leer.