"Schmiddi" schießt den VfB in ruhiges Fahrwasser

Wenn der Sturm Ladehemmung hat, muss eben der Abwehrchef ran: So geschehen am Sonntag im Heimspiel des VfB Waltrop gegen den SV Wacker Obercastrop, das die Gastgeber mit 2:0 (1:0) gewannen durch zwei Tore von Björn Schmidt.

Waltrop.. Die VfBer starteten stark. Sie spielten diszipliniert, engagiert, motiviert und vor allem setzten sie den Gast mächtig unter Druck.
Das verfolgte von der Obercastroper Bank auch Lukas Wels, der vergangene Saison noch der "Sechser" des VfB war, dann aber zum SV Wacker wechselte. Wegen einer Operation konnte er aber nicht auflaufen. "Ich hätte hier schon super gerne gespielt", hatte Wels vor dem Spiel gesagt. Die erste gute Chance hatten die Gäste in der 20. Minute, als Stefan Kitowski einen Freistoß an den Pfosten setzte und Niko Kresic den Nachschuss knapp am Tor vorbeischoss.

Die VfB-Fans durften in der 26. Minute erstmals hoffen: Oliver Marin kämpfte sich durch die löchrige Wacker-Abwehr und bediente Pascal Almenröder, der aus der Drehung den Ball nicht hundertprozentig traf und ihn knapp rechts neben das Tor schoss.
Vier Minuten später durften die Waltroper dann jubeln. Ein von Devin Helmig getretener langer Diagonalball landete punktgenau bei Björn Schmidt. Der stieg mit Abstand am höchsten und hämmerte das Leder mit seinem Kopf in die Maschen.

Zu diesem Zeitpunkt eine verdiente Führung, mit der die Mannschaft von Trainer Daniel Kuhn in die Kabine ging. Die Pause war nötig auf dem tiefen Rasen und der drückenden Wärme.
Die VfBer machten zwar einen fitten Eindruck, als sie nach dem Seitenwechsel auf dem Feld standen, doch von der Zielstrebigkeit, der Disziplin und dem Pressing der ersten Halbzeit war nicht mehr viel zu sehen. Bis auf eine Chance von Pascal Almenröder auf der halblinken Seite, ließen sie Wacker das Spiel diktieren.
Die Gäste schnürten den VfB in dessen Hälfte ein.

Ein einziger Konter der Waltroper brachte den Gastgeber dann doch noch auf die Siegerstraße: Zunächst wurde Jens Randermann gefoult, allerdings ließ Schiedsrichter Chris Nielinger die Partie weiterlaufen. Direkt den nächsten Zweikampf zwischen Devin Helmig und Maurice Ottberg, an dessen Ende der VfBer Helmig am Boden lag, pfiff er ab. Und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Wer den schoss? Natürlich Björn Schmidt. Cool ins rechte untere Eck. SV-Keeper David Scholka war machtlos
"Natürlich ist dieser Sieg glücklich. Aber er war sehr wichtig für meine Mannschaft. Das hätte mir gar nicht gefallen, mit nur drei Punkten aus vier Spielen das Derby gegen Teutonia SuS und das Spiel gegen Eichlinghofen vor der Brust zu haben. Ich bin glücklich", so Daniel Kuhn.