Schachverein will aufsteigen

In der vergangenen Saison fehlte der ersten Mannschaft des Schachvereins Erkenschwick 1923 nicht viel zum Aufstieg aus der NRW-Klasse und der Rückkehr in die Oberliga NRW. Damit der Tabellendritte des Abschlussklassements in der kommenden Saison nicht noch einmal sein Ziel verpasst, hat er sich verstärkt. Mit Alexander Langers kommt ein Spieler, der sein Wissen auch als Trainer in der hoffnungsvollen Jugendabteilung vermitteln soll.

Oer-erkenschwick.. Langers kommt vom SK Herne-Sodingen, mit dessen erster Mannschaft er in der vergangenen Saison den Wiederaufstieg von der Regionalliga in die NRW-Klasse schaffte. Im Jahr 2014 gewann er die offene Stadtmeisterschaft in Herne. "Er ist ein sehr guter Spieler, der bei uns auch als Jugendtrainer arbeiten wird", sagt der Jugendleiter Dirk Broksch über den Neuzugang.

Der Student soll dabei mithelfen, das Ziel zu erreichen. "Wir wollten vergangene Saison aufsteigen, und das ist auch jetzt wieder unser Ziel", sagt Dirk Broksch. Aber Langers hat auch noch eine andere, eher perspektivisch angelegte Aufgabe: Er soll in der Jugendabteilung den Grundstein legen helfen für die Zukunft. Denn über mangelnden Nachwuchs kann sich der Schachverein nicht beschweren. "Wir haben zurzeit 25 Jugendliche", sagt Dirk Broksch. "Damit sind wir im Kreis sehr gut aufgestellt."

Den Übergang zu den Erwachsenen sollen in der kommenden Saison zwei Jugendliche in der vierten Mannschaft (Kreisliga) vollziehen. Einer davon ist Luca Jelinski, der vom SV Castrop-Rauxel, stammt, sich aber wohl den Oer-Erkenschwickern anschließen wird.

Die dritte Mannschaft wird sich nach ihrem Aufstieg in der kommenden Saison in die 1. Bezirksklasse behaupten. Die Zweitvertretung wird sich nach ihrem vierten Platz zuletzt in der Bezirksliga wieder gegen starke Konkurrenz wehren müssen. "Waltrop hat sich nach dem Abstieg aus der Verbandsklasse enorm verstärkt", sagt Dirk Broksch. "Das wird nicht ganz einfach."

Nicht ganz einfach gestaltet sich auch die Suche nach einer neuen Spielstätte. Denn im Frühjahr verstarb mit Ulrich Zoranski der Vereinswirt, und die erwachsenen Denksportler sind derzeit sozusagen heimatlos. Die Jugend ist bei der Awo untergebracht.

Zwei neue Spielstätten stehen zur Diskussion. Die aussichtsreichere scheint wohl das Hotel Stimbergpark zu sein. "Das sieht ganz gut aus", sagt Dirk Broksch. Der Nachteil: Das Hotel liegt nicht in unmittelbarar Zentrumsnähe.

Im Gespräch ist auch noch die Gaststätte "Alt-Horneburg". "Dort würden wir mit offenen Armen empfangen", so Broksch. Aber einige Vereinsmitlglieder wollten nicht über die Dattelner Stadtgrenze wechseln, obwohl der Verein seinen Sitz in Oer-Erkenschwick behalten könnte.