Satz mit x

Andreas Rorowski
Andreas Rorowski
Foto: WAZ

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Der kommt automatisch, wie die Recklinghausen Chargers leidvoll erfahren.

Glanzvoll aufgestiegen in die 2. Bundesliga, ist der Football-Club mit Pauken und Trompeten gleich wieder abgestiegen. Wobei nicht nur die zum Teil vernichtenden Ergebnisse für Häme sorgen, sondern vor allem eine verkorkste Personalplanung gepaart mit einer sich zuspitzenden finanziellen Schieflage. Zwischenzeitlich drohte sogar der vorzeitige Ausstieg aus der Saison. Nun scheint es so, als hätte der Verein berauscht von der Regionalliga-Meisterschaft den Griff nach den Sternen praktiziert und dabei völlig vergessen, dass die Luft jenseits der Erdatmosphäre deutlich dünner wird. Im Jargon wird so etwas salopp zusammengefasst mit den Worten: Satz mit x, war wohl nix.

Jede Menge Arbeit

Wobei dem Verein, der seit 25 Jahren tatkräftig und nicht unerfolgreich dazu beiträgt, American Football in unseren Breiten salonfähig zu machen, Kraft zum Neuaufbau zu wünschen ist. Sportlich muss er sich konsolidieren. Und mittelfristig wird er sich auch einen neuen Präsidenten suchen müssen, Dietmar Müller wird nicht noch einmal für den Posten kandidieren. Jede Menge Arbeit, die da auf die Schlachtrösser zukommt.