"Rückschlag vermeiden"

Tradition verpflichtet: Eine Woche vor dem Start in die neue Saison ermitteln Recklinghäuser Handballer ihren Stadtmeister. Eines steht schon vor den Titelkämpfen, die die SG Suderwich am morgigen Samstag ab 14:30 Uhr in der Helmut-Pardon-Halle (Lülfstraße) ausrichtet, fest: Auf dem Wanderpokal wird definitiv ein neuer Name eingraviert, auch wenn der Titelverteidiger gewinnen sollte.

Recklinghausen.. Was paradox klingt, hat eine ganz einfache Erklärung. Im vergangenen Jahr gewann Verbandsligist HSC Eintracht, der bekanntlich eine Spielgemeinschaft mit der Eisenbahner Turngemeinschaft gebildet hat und erstmals als HSG Vest an den Start gehen wird.

Die Mannschaft von Trainer Maik Düerkop, die wie Liga-Rivale Polizeisportvereinigung (PSV) zu den Turnierfavoriten gehört, hat ein klares Ziel vor Augen: "Wir wollen den Titel verteidigen."

Der neue HSG-Coach hat weniger das Duell der beiden Verbandsligisten (16:40 Uhr) im Blick, sondern die Spiele gegen Ausrichter SG Suderwich und den HTV 95/28. Aus Erfahrung weiß er, dass die klassentieferen Teilnehmer hoch motiviert in die Partien starten, zumal ihnen die kurze Spielzeit von 30 Minuten entgegen kommt. "Wir müssen auf den Punkt konzentriert sein", fordert Düerkop. Ein kleiner Durchhänger könne schnell zum Rückstand führen und dem Gegner Auftrieb geben.

Die HSG Vest möchte eine Woche vor dem Ligastart beim HSV Plettenberg/Werdohl (Sonntag, 17:30 Uhr) "einen moralischen Rückschlag", so der Coach, tunlichst vermeiden. Das Düerkop-Team, das am Sonntag gegen Oberligist MTV Rheinwacht seine Generalprobe feiern wird, muss auf Markus Witkowski, Max Schwarz und Christoph Clodt verzichten.

Im vergangenen Jahr landete Bezirksligist HTV 95/28 auf dem zweiten Platz. "Als Trainer will man immer besser abschneiden als beim letzten Turnier", sagt Andreas Gutzeit. Blasen die Ludwiger zum Gipfelsturm? "Nein", betont der Coach. "Die Maxime ist nicht der Titelgewinn."

Gutzeit, der Stadtmeisterschaft wie Saisonstart urlaubsbedingt verpassen wird, möchte von seinem Vertreter Michael Schiwek vielmehr über gute Leistungen informiert werden. Bei den Spielen unter Wettkampfbedingen könne man sehen, wie gut die Mannschaft in der Saisonvorbereitung gearbeitet hat und woran, noch gearbeitet werden muss.

Für den HTV-Trainer ist die HSG Vest der Favorit, wenngleich er auch deren Verbandsliga-Rivale PSV hoch handelt. "Wir wollen uns einmischen", skizziert Gutzeit das Ziel seiner Mannschaft.

Wie die Ludwiger kann auch die SG Suderwich befreit aufspielen. "Wir haben als klassentiefste Mannschaft doch nichts zu verlieren", sagt Dirk Busche, der den Kreisligisten gemeinsam mit Björn Becker trainiert. Die Surker wollen bei den drei Entscheidungen des Wochenendes ein guter Gastgeber sein "Organisatorisch wie kulinarisch", sagt Busche. "Unsere sportlichen Möglichkeiten sind beschränkt."

Kampflos herschenken die Surker, die einige Ausfälle beklagen, die Spiele keineswegs. Im Gegenteil. "Wir wollen zeigen, dass auch in Suderwich guter Handball gespielt wird." Die SGS hofft, den einen oder anderen Konkurrenten ärgern zu können. Die in der Vorbereitung gezeigten Leistungen stimmen das Trainerduo zuversichtlich. Gleichwohl räumt Busche ein: "Wir müssen an unsere Leistungsgrenze gehen."

Stadtmeisterschaft der - Herren am 30. August
Suderwich - PSV 14:30
HTV - HSG Vest 15:10
Suderwich - HTV 16:00
PSV - HSG Vest 16:40
HSG - Suderwich 17:30
HTV 95/28- PSV 18:10

- der Damen am 30. August
HSG Vest - PSV II 19:30

- der Alten Herren am 31. August
Suderwich - PSV 13:30
HTV - HSG Vest 14:10
Suderwich - HTV 15:00
PSV - HSG Vest 15:40
HSG - Suderwich 16:30
HTV - PSV 17:10

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