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Weltcup in Stuttgart

Renzel überzeugt erneut

20.11.2009 | 19:42 Uhr

Platzgeld sprang heraus für Springreiter Markus Renzel am zweiten Tag des 25. German Masters in der Stuttgarter Hans-Martin-Schleyer-Halle.

Stuttgart. Bei dem Weltcupturnier belegte er in einer Rahmenprüfung mit Ronaldo S den zehnten Platz und wurde außerdem in einem weiteren anspruchsvollen S-Springen Vierter mit Conally. Damit setzt sich die Erfolgsserie des 38-jährige Oer-Erkenschwickers bei einem der weltweit besten Hallenturniere fort, nachdem er am Donnerstag im Eröffnungsspringen mit den Plätzen eins und zwei geglänzt hatte. Renzelt blieb am Freitag jeweils fehlerfrei und musste nur aufgrund der schlechteren Zeit einigen Konkurrenten den Vortritt lassen.

Nicht für vordere Platzierungen reichte es dagegen für Christian Ahlmann. Der Marler patzte mit zwölfjährigen Lorenzo, mit dem er am vergangenen Montag noch den Großen Preis von Wien gewann, ebenso wie später mit seiner großen Nachwuchshoffnung Taloubet Z. Am späten Freitagabend starteten Renzel wie auch Ahlmann noch beim German Master, der zweitwichtigsten Prüfung in Stuttgart nach dem Großen Preis, der am Sonntag ausgetragen wird.

Für Furore sorgt derweil in Reiterkreisen eine Entscheidung, die bei der Jahrestagung des Weltreiterverbandes FEI in Kopenhagen getroffen wurde. Mit knapper Mehrheit und gegen den Willen der Deutsche Reiterlichen Vereinigung FN wurde entschieden, mehrere bislang ganz oder in bestimmten Mengen verbotene Medikamente für den Wettkampfsport zuzulassen. Diese sogenannte „Progressive List” widerspricht den Vorstellungen der FN von einer Null-Toleranz-Lösung. International erlaubt sein sollen in Zukunft zum Beispiel Schmerzmittel wie Phenylbutazon in einer vierfach höheren Dosierung, als sie Anfang der 1990er Jahre verboten wurde, oder Flunixin und Acetyl-Salicyl-Säure (ASS), duchblutungsfördernde Mittel oder der Schleimlöser Acetylcystein (ACC), der bei der Behandlung von Bronchitis angewendet wird. 

Andreas Rorowski

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