Reise ins Ungewisse

Auf eine Reise ins Ungewisse begibt sich heute Abend der VfB Waltrop: In der vierten Runde des Kreispokals tritt die Truppe von Trainer Daniel Kuhn bei Westfalia Gemen (Anstoß: 19.30 Uhr, Coesfelder Straße, Borken) an. Der VfB-Coach gibt zu: Ich weiß im Prinzip gar nichts über den Gegner.

Waltrop.. Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen: Die Hausherren aus Borken spielen ebenfalls in der Bezirksliga. In der Staffel 11 ist die Mannschaft von Trainer Georg Geers mit einem Sieg und einer Niederlage gestartet. Am vergangenen Sonntag korrigierte man den Fehlstart mit einem 3:1-Auswärtssieg beim ASV Ellewick.

Nun ist Kuhn niemand, der dazu neigt einen Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. "Das hat auch nichts mit mangelndem Respekt zu tun. Wir konzentrieren uns allein auf unser Spiel. Das ist mir wichtiger." Mit einem Sieg in Borken würde der VfB ins Kreispokal-Viertelfinale einziehen. Zuletzt hatten die Blau-Weißen gegen Landesligist Sportfreunde Stuckenbusch eine äußerst ansprechende Leistung gezeigt. "Daran wollen wieder anknüpfen", so Kuhn.

Denn im Ligaspiel gegen BG Schwerin am vergangenen Sonntag gab es einen kleinen Rückschlag: Nicht aufgrund der spielerischen Finesse, sondern aufgrund der Kampfkraft holte der VfB nach einem 0:2-Rückstand noch ein spätes 2:2-Remis heraus. "Konditionell", lobte Kuhn sein Team unlängst, "sind wir voll auf der Höhe." Es ist bereits das fünfte Pflichtspiel in 17 Tagen für den VfB. Da will die Belastung für die VfB-Akteure wohl dosiert sein. Kuhn will in Gemen rotieren lassen.

Zumal auch die weite Anreise (84 Kilometer sind es von der Lorenz-Arena bis zur Spielstätte in Borken) Kraft kosten dürfte. Der Einsatz von Innenverteidiger Björn Schmidt ist noch unklar. Ansonsten steht der gesamte VfB-Kader zur Verfügung. "Eventuell erhält Oliver Marin eine Pause. Mit seinen 36 Jahren muss er nicht mehr jede Minute auf dem Platz stehen", so Kuhn. Außerdem steht bereits am Sonntag das nächste Spiel auf dem Programm: Dann muss der VfB bei Bezirksliga-Aufsteiger Borussia Ahsen antreten. Taktisch, so viel lässt der Ex-Verteidiger durchblicken, soll zunächst wieder die Null stehen. "Gegen Schwerin und Huckarde haben wir uns jeweils zwei Treffer gefangen. Die individuellen Fehler müssen wir abstellen", so Kuhn.