RC Sprinter ist Gastgeber für 603 Starter

Der RC Sprinter Waltrop begrüßte am Ostermontag Radler von nah und fern zu seiner traditionellen Radtouristikfahrt. Die 603 Starter ließen sich auf vier unterschiedlichen Strecken nicht von den niederigen Temperaturen sowie Nieselregen beeindrucken.

Waltrop.. Es ist Ostermontag, acht Uhr in der Frühe: Thomas Saeftel nimmt zum letzten Mal vor seinem Start bei der Radtouristikfahrt in Waltrop sein Rennrad unter die Lupe. Nur noch ein paar letzte Handgriffe auf dem Schulhof der Realschule sind notwendig, und dann schwingt sich der 39-Jährige bei einer morgendlichen Temperatur von frischen sechs Grad Celsius auf den Sattel.

Der Castrop-Rauxeler ist längst ein "alter Hase" im Tourengeschäft. In der Hebewerkstadt geht Saeftel allerdings zum ersten Mal an den Start. Der Routinier nahm im vergangenen Jahr am Cape Argus in Kapstadt teil. Bei seiner Premiere in Waltrop bleibt Saeftel jedoch nicht verschont. Wenige Kilometer vor dem Ziel, um kurz vor elf Uhr, setzt Nieselregen ein.

"Natürlich ist es schöner bei Sonnenschein zu fahren, aber was will man machen. Ich habe nicht allzu viel abbekommen, also gut taktiert", sagt Saeftel gelassen. Bis November hat er sich fest vorgenommen, jedes Wochenende mindestens eine Tour zu unternehmen. Frei nach dem Motto: "Wer rastest, der rostet."
Für Saeftel steht trotz des problematischen Wetters fest: "In Waltrop werde ich nicht das letzte Mal gewesen sein."

Neues Anmeldeverfahren
Erstmals setzte der Ausrichterverein RC Sprinter Waltrop ein neues Anmeldeverfahren ein: Scan und Bike. "Dieses reduziert die Schreibarbeit bei der Anmeldung erheblich und beschleunigt die Prozeduren", erklärt Karl-Walter Florin, Pressesprecher des gastgebenden Vereins.

Am Ende des Tages konnte Florin verkünden: "Insgesamt verlief die Veranstaltung ohne Zwischenfälle. Es gab zum Glück keine Stürze und nur wenige technische Defekte." Ein Ärgernis aber gab es doch: Erneut machten sich Unbekannte an einigen Streckenschildern zu schaffen und entfernten diese. Ein Tat, die schon bei den vorangegangenen Veranstaltungen immer wieder für Aufregung gesorgte hatte. "Dabei haben diese Schilder bei behördlich genehmigten Veranstaltungen die Funktion von Verkehrszeichen", betont Florin.

In der Mannschaftswertung verzeichnete einmal mehr der Seriensieger RSG Herne die meisten Anmeldungen und hatte so erneut die Nase in dieser Wertung vorn. Auf Platz zwei landete der RTV Kurbel Dortmund, gefolgt vom RSC Essen-Kettwig, der Dritter wurde.

Mit besonderem Eifer bei der Sache war der jüngste aller Starter. Der erst fünfjährige Nils Kuckuck legte gemeinsam mit seiner Mutter die kürzeste der Strecken über 27 Kilometer zurück.
Die nächste Tour unter der Federführung der heimischen Sprinter findet im September statt.
Bis dahin können sich die Mitglieder selbst dem RTF-Fahren widmen.