PSV II siegt im Topspiel

Es gibt Momente, die vergisst man so schnell nicht: Beim 30:29 (16:13)-Heimsieg über den HSV Herbede erlebte Lukas Wöhrmann solch einen Augenblick. Der Rückraumbomber der PSV II verwandelte mit seinem zehnten Treffer die Halle Nord in ein Tollhaus.

Recklinghausen.. Denn dieses Tor Sekunden vor Schluss entschied das Bezirksliga-Topspiel. Ein Sieg, der in seiner Dramaturgie-Kurve kaum zu toppen ist. "Das war unglaublich", schüttelte Trainer Michael Brannekämper selbst nach Spielschluss noch etwas ungläubig den Kopf.

Denn eigentlich schien das Aufeinandertreffen des Tabellenzweiten und Dritten zuvor noch ein wenig spektakuläres Ende zu nehmen: Die PSV II führte nach den beiden Treffern Gerwin Pommerenkes mit 28:24 (54.). Viel konnte scheinbar nicht mehr schiefgehen. Scheinbar. Kurz darauf sah Christian Pieper nach der dritten Zeitstrafe die Rote Karte (56.) und der PSV fehlte die ordnende Hand. Der Gast aus Witten glich nach einer exorbitanten Energieleistung zum 29:29 aus, ehe Wöhrmann den finalen Höhepunkt besorgte.

Nach der herben 20:38-Pleite bei der HSG Gelsenkirchen und dem Verlust der Tabellenführung freute sich Brannekämper über "eine gute Reaktion" seiner Mannschaft. "Wir haben uns für eine engagierte Leistung belohnt." Denn es war insgesamt ein würdiges Topspiel: Hoch intensiv und spielerisch absolut höheren Ansprüchen genügend.