Peking im Blick
20.06.2007 | 08:38 Uhr 2007-06-20T08:38:56+0200Hannah Feldhaus will sich in Brandenburg für die Teilnahme an den Junioren-Weltmeisterschafen qualifizieren
RUDERN DEUTSCHE JAHRGANGSMEISTERSCHAFTEN Datteln. Hannah Feldhaus ist zwar erst 17 Jahre jung, aber sie darf schon von Peking träumen. In der Olympiastadt 2008 finden in diesem Sommer die Junioren-Weltmeisterschaften im Rudern statt.
Die Saisonergebnisse sprechen für die Dattelnerin, die sich auf den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften (U 19) in Brandenburg vom 22. bis 24. Juni im Vierer ohne Steuerfrau möglichst viel Konkurrenz wünschte. Das klingt verblüffend, geht es in diesem Rennen doch um die direkte Qualifikation zu den Junioren-Weltmeisterschaften. Mehr als sechs Boote sollten es werden, nun sind es acht. Das bedeutet, dass nicht nur wie im Achter das Finale auf dem Plan steht. Es gibt Vorläufe, also mindestens ein Rennen mehr. Ein zusätzliches Rennen, um sich selbst als Team und auf die Konkurrenz einzustimmen.
Die kommt teilweise aus den eigenen Reihen. Vier Essenerinnen, die gemeinsam mit Feldhaus im Achter sitzen, wollen es der Dattelnerin (Renngemeinschaft mit Essen und Dortmund) schwer ma-chen. "Gewinnen wollen wir den Vierer schon", so die Gymnasiastin. Sollte das nicht gelingen, so kann sie sich dennoch Hoffnung auf Peking machen. Im Achter ist dann aber Gold Pflicht.
"Wie wir im Achter stehen, wissen wir derzeit nicht, zaudert Feldhaus. "In Hamburg waren wir richtig schlecht, München war richtig gut". Mit einem Sieg würde sie zur Ausscheidung eingeladen werden. Dort wird dann der stärkste Achter formiert. Für die 1,80 m große Athletin spricht: Sie kann neben einer guten Zweierleistung (drittschnellstes Boot) auch die beste auf Steuerbord geruderte Ergometerzeit nachweisen.
Die Stimmung beim beinahe täglichen Training in Essen ist gut, selbst wenn in einem Boot die Vierer-Konkurrentinnen sitzen: "Man merkt schon, dass dann alle an den Achter denken und keiner an den Vierer." Heimtrainerin Nicole Gehre sieht ihren Schützling insbesondere im Vorfeld der Deutschen Jugendmeisterschaften eher wenig. Jede gemeinsame Trainingseinheit im Vierer oder Achter kann noch entscheidende Sekunden und Hundertstel bringen im Kampf um einen Rollsitz in der Junio-ren-Nationalmannschaft.
Kürzlich gewann Hannah Feldhaus im Zweier ohne Steuerfrau mit ihrer Essener Partnerin Ulrike Denker bei der internationalen Regatta in Köln, auch im Vierer in Renngemeinschaft mit Dortmund stärkte sie mit dem Sieg ihr Selbstbewusstsein. Dies wirkt sich sicherlich unterstützend auf die bevorstehenden Titelkämpfe aus. Vor gut einem Jahr sagte sie noch: "Ich guck einfach mal, wie's wird." In ihrem zweiten Jahr als A-Juniorin träumt sie nun von Peking.

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