Oberwiese will sich steigern

Nein, so richtig zufrieden ist man beim FC Spvgg. Oberwiese nicht mit der abgelaufenen Spielzeit. Das Potenzial gibt eigentlich mehr her als Tabellenplatz neun in der Endabrechnung. Von dem Spielstättenwechsel aus dem Hirschkampstadion ins Sportzentrum Nord erhofft sich der C-Ligist einen Neustart.

Waltrop.. Das sieht zumindest Trainer Hans-Bernd Westhoff so. Und es soll auch einen moderaten Neubeginn personeller Natur geben. Denn mit Kapitän Jens Middeldorf (Kreuzbandriss) und dessen Vize Martin Behr (Meniskus und Knorpel) fehlten Oberwiese in der vergangenen Saison zwei wichtige Stützen mit langwierigen Verletzungen.

Westhoff hat Middeldorf und Behr noch nicht abgeschrieben. "Ich hoffe, dass sie in der Hinrunde wieder voll einsatzfähig sind", sagt Westhoff. Zum Saisonauftakt am 5. Juli im Sportzentrum Nord wird der Coach auch einige Neuzugänge bergrüßen, deren Namen er kurz vor Ende der Wechselfrist am kommenden Mittwoch aber noch nicht verraten will. Abgänge werde es aber wohl keine geben.

Schwacher Start
Die personelle Misere ist ein Teil der Erklärung, warum es nur zu Rang neun reichte. Am Anfang aber stand ein schwacher Start. "Von Beginn an lief es nicht", sagt Westhoff. "Und wenn man den Start verpasst, wird der Abstand nach oben schnell zu groß. Dadurch lässt dann auch die Motivation nach. Und dann schleppt sich die Saison so dahin."

Es gibt also einige Verbesserungsansätze für die kommende Spielzeit. "In der Rückrunde war es aufgrund der personellen Lage häufig nicht anders möglich, als zu versuchen, in der Defenive sicher zu stehen", sagt Hans-Bernd Westhoff. "Im Defensivverhalten wollen wir uns verbessern, aber vor allem wollen wir in der Offensive torgefährlicher werden."

Westhoffs Anliegen wird durch die Zahlen der vergangenen Spielzeit untermauert. Denn sowohl für die Abteilung Sturm, als auch die Verteidigung sind die Werte mittelmäßig: 63 eigene Treffer gehören zwar nicht zu den schlechtesten Statistiken in diesem Bereich, aber auch nicht zu den besseren. Und 62 Gegentreffer belegen eine durchaus anfällige Hintermannschaft.

Im zurückliegenden Jahr agierte Oberwiese durchgängig mit Libero, was allerdings nicht zwingend so bleiben muss. Das System müsse man abhängig vom Personal und vom Gegner ausrichten, sagt Hans-Bernd Westhoff.