"Neuer Übungsraum bringt Vorteile"

Die Zukunft der Kraftsportler des VfB Hüls scheint besiegelt. Evonik erteilte den Athleten für den Verbleib am Badeweiher eine Absage.

Marl.. "Die ausschließliche Übertragung von Raumnutzungsrechten an einzelne Sportgruppen ist nicht vorgesehen. Das bedeutet für die Kraftsportgruppe des VfB Hüls, dass sie nach dem Abriss der alten Übungshalle nicht in den Neubau umziehen kann." So informierte Chemiepark-Sprecher Volker Hilbt in einer Email an die Redaktion.

Der wohl älteste Abteilungsleiter Deutschlands kämpft

Günther Thiel, der mit 91 Jahren vermutlich älteste Abteilungsleiter in ganz Deutschland, wollte eine Trainingsfläche für die ca. 100 Sportler der Kraftsport-Gruppe in der neuen Halle (Einweihung Juni 2016) aushandeln und hatte dafür die obere Etage im Blick. Die "starken Jungs" des VfB Hüls sorgten sich um ihren Verbleib am Badeweiher, nachdem bekannt wurde, dass für die Kraftsportler nach dem Abriss ihrer grünen Trainings-Baracke kein Raum in der neuen Sporthalle vorgesehen ist.

In diesem Zusammenhang informierte Evonik, dass am 10. November 2014 die entsprechenden VfB-Vorstandsmitglieder vom Unternehmen von den Plänen in Kenntnis gesetzt worden seien.

Weiter heißt es in der Erklärung des Unternehmens: "Um die Abteilung Kraftsport mit dieser Entwicklung nicht alleine zu lassen, suchte Evonik nach Alternativen. In den Mittelpunkt der Überlegungen bezüglich des weiteren Trainings rückte der Kraftübungsraum an der August-Döhr-Grundschule."

Bereits Ende November besichtigten die Vorstandsmitglieder der Kraftsportgruppe zusammen mit Unternehmensvertretern die angebotenen Räume. Die Gesamtsituation dort soll, laut Evonik, besser als die aktuelle sein: "Der Kraftsportraum in der Schule ist größer und mit dem Auto gut erreichbar. Zudem sind dort ein gutes Belüftungssystem sowie neuere Duschen und Sanitäreinrichtungen vorhanden."

Auch hinsichtlich damit verbundener Kosten will Evonik den Kraftsportlern unter die Arme greifen: Das Unternehmen sei bereit, den Umzug zu finanzieren und die Geräte auch noch einmal fachgerecht überprüfen zu lassen, ließ der Chemiepark-Sprecher Volker Hilbt mitteilen, als Evonik bei den Schwerathleten mit den Plänen auf taube Ohren gestoßen war.