Mit einem Bein in der Westfalenliga

Der TuS 05 Sinsen verpasst es in Burgsteinfurt, das Aufstiegsrennen zu entscheiden, bringt sich durch eine 1:1-Punkteteilung aber dennoch in eine gute Ausgangslage für den Schlussspurt in der Landesliga und hat am nächsten Wochenende alles in der eigenen Hand.

Burgsteinfurt.. Seit zehn Spielen ist die Elf von der BSA mittlerweile ungeschlagen. Auch der SV Burgsteinfurt konnte dieser Serie keinen Abbruch tun.

Nach zähen 90 Minuten musste sich der momentan stärkste Anwärter auf den zweiten Aufstiegsrang mit einem Punkt zufrieden geben - ging beim SVB zunächst sogar in Rückstand. Die Sinsener Hintermannschaft, die mit erst 24 Gegentreffern die zweitbeste der Liga ist, leistete sich in der 17. Spielminute eine kleine Unachtsamkeit, die von den Platzherren umgehend bestraft wurde. Fabian Erber sorgte per Kopf für die frühe 1:0-Führung seiner Burgsteinfurter.

Die Elf von Martin Schmidt, die in den letzten Wochen so leichtfüßig aufgetreten war und sich so schleichend immer weiter in der Tabelle nach oben geschoben hatte, tat sich auch nach dem Gegentor schwer im Spiel nach vorne, fand gegen die gut gestaffelte SVB-Verteidigung kaum ein Mittel und konnte sich bei seinem Torwart bedanken, dass die Steinfurter nicht mit einer höheren Führung in die Pause gehen konnten.

Jürgens pariert umstrittenen Strafstoß

Nach einer äußert strittigen Elfmeterentscheidung vom Unparteiischen Markus Westhoff vergaben die Platzherren den Strafstoß gegen den glänzend parierenden Sven Jürgens, der nach langer Verletzung das zweite Mal wieder im Sinsener Kasten stand.

"Der Zweikampf von Ali Yilmaz war aus meiner Sicht kein Foul und fand definitiv außerhalb des Strafraums statt. Zum Glück konnte Sven den Elfmeter halten", erläuterte Sinsens sportlicher Leiter Christos Karaissaridis die Situation nach der Partie.

So ergriffen die Gäste die Chance und kamen noch vor dem Halbzeitpfiff zum wichtigen Ausgleich. Sören Luppatsch vollendete einen schönen Angriff zum 1:1 für seine Mannschaft (44.).

Sinsens Konkurrenz patzt

Zwar blieb der erhoffte Push-Effekt für den zweiten Durchgang aus und die Sinsener konnten keinen zweiten Treffer nachlegen, rückblickend wird der 28. Spieltag aber dennoch in positiven Erinnerungen bleiben. Mit Stuckenbusch (1:3 Haltern), Roxel (2:3 Mesum) und Herbern (1:4 Hassel) patzten alle direkten TuS-Konkurrenten.

Die zweitplatzierten Sinsener bauen somit trotz der durchwachsenen Leistung ihren Vorsprung auf die Nicht-Aufstiegplätze aus, liegen nun fünf Punkte vor den Sportfreunden aus Stuckenbusch und sieben vor Roxel und Herbern, die sich zwei Spieltage vor Saisonschluss aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet haben.

Derby gegen Haltern wird zum Matchballspiel

Sinsen kann nun im Derby gegen Haltern den Aufstieg eintüten. "Dafür müssen wir aber eine deutlich bessere Leistung als heute zeigen", kritisierte Martin Schmidt im Anschluss.