Lukic bringt Gelsenkirchen zur Verzweiflung

Trotz des Ausfalls von 35 Leuchtstoffröhren allein auf einer Spielhälfte der Overberghalle haben die Bezirksliga-Handballer des HTV 95/28 den Durchblick behalten und besiegten die HSG Gelsenkirchen mit 33:27 (18:14).

Recklinghausen.. Sorgen plagten Trainer Andreas Gutzeit nur vor dem Anpfiff, da er mit seinem Bruder Thomas, Daniel Brunner, Michael Skudlarek und Björn Franke gleich auf vier Stammspieler krankheitsbedingt verzichten musste. Die Heimsieben, die zwar eine etwas längere Anlaufzeit benötigte, besiegte Gelsenkirchen letztlich aber ungefährdet.
Anfangs jedoch präsentierten sich die Gäste ebenbürtig. Vor allem Patrick Kaysers, der zwölfmal erfolgreich versenkte, machte viel Alarm und bereitete dem Gutzeit-Team über weite Strecken des Spiels einige Probleme. Bei wechselnden Führungen und durchweg engen Spielständen verschaffte sich der HTV erst unmittelbar vor dem Seitenwechsel deutlichere Vorteile und zog auf 18:14 davon.

Die Freude darüber währte nur kurz. Zu Beginn des zweiten Durchgangs war zunächst die HSG spielbestimmend und verkürzte dank eines Zwischenspurts bis auf Schlagdistanz. In der 39. Minute gelang Deniz Becker der 20:20-Ausgleich.

Der HTV zeigte kurz Nerven. Äußeres Zeichen: Patrick Kowalski versiebte von der Siebenmarke. Aber ein stark auftrumpfender Slaven Lukic brachte die Ludwiger wieder zurück in die Spur. Der Rückraumshooter glänzte nicht nur als neunfacher Torschütze, sondern bewies auch spielgestalterische Qualitäten. Hiervon profitierten insbesondere Linkshänder Lucas Welke und Mantas Kasperavicius, die aus der zweiten Reihe immer wieder sicher abschlossen. Außerdem düpierte Konterspezialist Kevin Polnik gleich mehrfach die Gäste-Deckung, die ein ums andere Mal dem pfeilschnell enteilenden Rechtsaußen nur hinterherhecheln konnte.

Während die Gelsenkirchener mit Ausnahme von Patrick Kaysers sichtlich abbauten, bewies der HTV konditionelles Stehvermögen. Und das zahlte sich letztlich aus. Als Thomas Ostler zum zwischenzeitlichen 27:22 (49.) traf, war die Entscheidung vorzeitig gefallen.