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2. Regionalliga

Löwen II setzen sich im Lokalduell durch

21.02.2010 | 14:21 Uhr

Marl. Derbyzeit gepaart mit Abstiegskampf - das sind beste Voraussetzung für ein spannendes und kämpferisch hochklassiges Spiel in der 2. Basketball-Regionalliga. Genau diese Erwartungen erfüllte das Derby zwischen dem Marler BC und den Hertener Löwen II.

Am Ende gewann mit den Hertenern das etwas konstantere Team mit 83:71 (36:43).

20 Minuten lang schien die Partie auf ein Duell zwischen Marl und Aaron Bowser hinauszulaufen. Der US-Amerikaner in Diensten der Hertener Löwen war zu keinem Zeitpunkt zu stoppen und hielt mit seinen 21 Punkten seine Mannschaft bis zur Halbzeitpause in der Partie. So sah es auch Löwen-Spielertrainer Niklas Krenz: "Das waren die vielleicht besten 20 Minuten, die Aaron für uns gespielt hat. Er hat uns am Leben gehalten. Doch alle anderen haben sich auch zu sehr auf ihn verlassen."

Angesichts dieser Eindimen-sionalität im Spiel schien das zu diesem Zeitpunkt bessere Team das Derby zu gewinnen. Angeführt von Spielertrainer Burim Gashi und Dreipunkte-spezialist Kreshnik Gashi spielten die Marler vor allem im zweiten Viertel sehr variabel und dominierten die Partie nach Belieben.

Angesichts dieser Leistung keimte Hoffnung auf, dass das Gashi-Team den im Kampf um den Klassenerhalt wahrscheinlich entscheidenden vierten Saisonsieg schon im Derby sichern würde. Noch mehr Nahrung bekam diese Hoffnung, als klar wurde, dass Bowser wegen einer Fingerverletzung im zweiten Durchgang nicht mehr spielen konnte. Doch was zunächst wie ein Vorteil für den MBC aussah, entwickelte sich schnell zum spielentscheidenden Faktor für die Hertener. Gashi: "Als meine Spieler gesehen haben, dass Bowser nicht mehr spielen kann, war auf einmal die Spannung weg. Wir haben in der Defensive nicht mehr die richtige Einstellung gefunden, haben viel zu viele Offensiv-Rebounds zugelassen und im Angriff zu oft den Ball einfach weggeworfen."

Während die Marler von Minute zu Minute schwächer wurden, begannen die Löwen erstmalig in dieser Saison als Team zu funktionieren. Angeführt von Youngster Christian Schmüdderich, der für Bowser den Part des Aufbauspielers übernahm, kämpften sie sich Punkt für Punkt zurück. Während in Halbzeit eins Bowser drei Viertel der Löwen-Punkte erzielt hatte, übernahm nach seinem Ausscheiden plötzlich jeder Spieler Verantwortung und trug sich in die Scorerliste ein. Genau dies machte am Ende gegen die immer nervöser aufspielenden Marler, die am Ende nur noch wilde Dreipunktwürfe anzubieten hatten, den Unterschied. Krenz: "Wir sind natürlich überglücklich, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Vor allem aber ist es gut, dass wir endlich als Team funktioniert haben.”

Marler BC - Hertener Löwen II 71:83

Marler BC: Dav. Reinecke, Laghi, Mijatovic, B. Gashi (14), Damberg, Dan. Reinecke (2), Walter (17), Paschke (5/1 Dreier), Avdyli (8), K. Gashi (11/3), Michalek (14/2)

Hertener Löwen II: Nolte, Hoefer, Krenz (7/2), Lukenda, Stachula (10), Schiebold (13), Schmüdderich (13/1), Naber (4), Alexander (13), Bowser (21/2), Polonski (2)

Viertel: 18:22; 25:14; 16:27; 12:20

Schiedsrichter: Alexandra Pawlik/Danjana Rey

Zuschauer: 130

Sven Krause

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