Lockwood soll die Chargers noch retten
31.05.2010 | 17:58 Uhr 2010-05-31T17:58:00+0200
Recklinghausen.Sein Auftrag ist ebenso eindeutig wie schwierig. Keith Lockwood soll die American Footballer der Recklinghausen Chargers vor dem Abstieg aus der German Football League 2 retten. Nicht mehr und nicht weniger.
Seit Samstag ist der US-Amerikaner in Recklinghausen.
Jetzt hat das Team von Trainer Heiko Czarnotta den starken Mann, den Anführer, den Spielmacher, den es nun schon länger suchte. Oder wie es Präsident Dietmar Müller formulierte mit Blick auf die große Aufgabe sagte: „Der Heiland ist da.“ Vor der Saison war der Italiener Nicola Scaglia als Spielmacher verpflichtet worden. Er aber verschwand während der Vorbereitung und tauchte nicht wieder auf. Die Chargers mussten erneut aktiv werden, weil die Ersatzlösungen mit Tobias Schmidt und Nachwuchsmann Thomas Iking mehr schlecht als recht funktionierten. Nach fünf Spieltagen ist der Aufsteiger Vorletzter und wäre gleich wieder Absteiger. Nun aber, mit Lockwood an der Schaltzentrale, soll alles besser und schöner werden. Der 24-Jährige ist 1,83 Meter groß, 82 Kilogramm schwer und spielte zuletzt an einem College in Kanada. Gebürtig kommt er aus Kalifornien, aus der Nähe von Los Angeles.
Viel Zeit, seine neuen Mitspieler und damit die Empfänger seiner Pässe kennen zu lernen, hat Lockwood nicht. Am Montag, Mittwoch und Donnerstag war oder ist Training, am Samstag steht noch eine Taktik-Einheit auf dem Plan. Bereits am Sonntag findet das Spiel gegen die Bonn Gamecocks statt (15 Uhr, Hohenhorst). Die sind Letzter. Leichter und zugleich schwerer könnte die Aufgabe für den neuen Mann bei den Chargers kaum sein.

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