Leichter Aufgalopp
07.07.2009 | 19:01 Uhr 2009-07-07T19:01:00+0200„Der Aufstieg ist keine Pflicht, sollte aber schon in den nächsten zwei Jahren passieren”, freute sich Germania Dattelns neuer Trainer Sebastian Rasch bei der Mannschaftsvorstellung auf die kommende Saison.
Datteln. Rasch, der in der abgelaufenen Spielzeit noch bei SW Meckinghoven das Traineramt bekleidete, siedelt das Potenzial der Germanen höher an als bei seinem ehemaligen Klub: „Ich habe mich in Meckinghoven wohl gefühlt und hatte eine schöne Zeit, aber hier sehe ich die besseren Möglichkeiten.”
Die gibt es bei den Sportfreunden unter anderem deswegen, weil mehrere hochkarätige Spieler verpflichtet werden konnten. Mit Marcel Wittek, David Krück und Ismail Saritas kamen drei Leistungsträger des erst auf der Zielgeraden des Aufstiegskampfes gescheiterten Nachbarn aus Meckinghoven. Desweiteren sind Thomas Guttmann von DJK Eintracht Datteln, Daniel Hüser und Andreas Künzel von Borussia Ahsen, Andreas Stolzenberg von BW Post Recklinghausen und der erfahrene Danny Hass vom Westfalenligisten FC 96 Recklinghausen ins Ostring-Stadion gewechselt. Die Zugänge sind allesamt Dattelner Jungs, die genau in das Konzept der Sportfreunde passen.
Allerdings wird Trainer noch einige Zeit lang auf die verletzten Ismail Saritas, Marco Meermann und Marco Soria warten müssen. „Wenn alle dabei sind, werden wir eine schlagkräftige Truppe haben”, ist Sebastian Rasch (29) überzeugt. Als Mitfavoriten um den Aufstieg sieht er die SG Suderwich, den FC Erkenschwick und Teutonia Waltrop II, deren erste Mannschaft gerade den Sprung in die Westfalenliga geschafft hat.
Zu verstecken brauchen sich die Germanen auf jeden Fall nicht. Die Konkurrenz horcht auf. Jörg Heel, Co-Trainer von Ortsrivale Eintracht Datteln, sieht den A-Kreisligisten gar in der Favoritenrolle bei der Stadtmeisterschaft. Ein Grund dafür ist sicherlich, dass Germania-Trainer Rasch mit Meckinghoven die Titel 2008 und 2007 gewonnen hat. Der Meistertrainer selbst bleibt aber eher zurückhaltend. „Bei der Stadtmeisterschaft sieht man erstmal zu, dass jeder Spieler seinen Einsatz bekommt. Aber alles was wir mitnehmen können, nehmen wir natürlich mit.”
Zu Beginn der Vorbereitung gab es schon einen Härtetest. Es ging gegen NRW-Ligist VfB Hüls, bei dem Rasch selbst vier Jahre lang spielte. „Wir hätten auch ganz locker anfangen können. Jetzt haben wir aber einen Testspielgegner, der uns vielleicht schon sofort die Grenzen aufzeigt. Ich find es aber super, dass sie zu uns kommen. Alles unter fünf Toren Unterschied wäre ein Erfolg für uns”, sagte der Coach vor dem Spiel.
Und es lief gut für seine Mannschaft, die sich beim 2:4 (1:1) mehr als ordentlich verkaufte. „Es war klar, dass wir das Spiel nicht machen können, aber wir haben in der ersten Hälfte auch keine Torchancen zugelassen. Zum Schluss ist uns ein bisschen die Kraft ausgegangen. Der Hülser Sieg war natürlich schon verdient, aber aus unserer Sicht war es ein Achtungserfolg.” Ein erstes Ausrufezeichen lange vor Saisonbeginn.

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