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Handball - 2. Bundesliga

Kollektive Verbesserung

19.02.2010 | 14:40 Uhr

Recklinghausen. Sechs Spiele stehen in der 2. Handball-Bundesliga für die PSV Recklinghausen noch an. Vier in eigener Halle. Das erste davon am Sonntag gegen den Tabellenzehnten HSC 2000 Magdeburg (16 Uhr, Sporthalle Nord).

Nur noch zwei Spiele bestreitet das Team von Trainerin Daniela Hannemann in dieser Spielzeit noch auswärts. In Stemmer und Oyten. Das sind sechs Spiele, nach denen definitiv feststeht, ob die PSV Recklinghausen auch in der nächsten Saison in der 2. Bundesliga wird spielen dürfen. So lange wartet Kirsten Lübbert (31) nicht mit einer Entscheidung. Die Torfrau, die im elften Jahr für die PSV spielt, hat ihr Laufbahnende zum Ende der Saison angekündigt.

Auch bei ihr spielt der Faktor Zeit, beziehungsweise fehlende Zeit, eine immer größere Rolle. Die Lehrerin ist zudem Jugend-Trainierin im Handballverband Westfalen und zum Beispiel in dieser Woche in dieser Funktion in Heidelberg bei einer Sichtung des Deutschen Handball-Bundes aktiv. Dafür wurde sie von ihrer Schule freigestellt. „Es ist einfach so”, sagt Lübbert, „dass ich nach einem normalen Arbeitstag und einer normalen Arbeitswoche nicht mehr so oft abends zum Training möchte und dass ich am Wochenende die weiten Fahrten nach Wismar oder Berlin nicht mehr brauche.”

Bis zu ihrem letzten Spiel, es wird im Normalfall der 10. April gegen den Rostocker HC sein, will sie wie gewohnt aber ihren Mitspielerinnen den Rücken freihalten und versuchen ihren guten Ruf, als erfahrene und gute, bisweilen herausragende Torfrau der 2. Bundesliga Staffel Nord, erneut zu bestätigen. So wie zuletzt im Heimspiel gegen den SV Union Halle-Neustadt, als Lübbert von einem längeren Schulausflug kommend, eine tadellose Leistung hinlegte und maßgeblich am wichtigen Sieg beteiligt war.

Für Trainerin Daniela Hannemann war das zwar einerseits eine kleine Überraschung, beziehungsweise im Vorfeld eine unbekannte Größe gewesen, „weil ich ja nicht wusste, wie Kirsten ohne Training spielen wird”. Dennoch war auch Lübberts Leistung für sie nur ein Stück einer guten Vorstellung des gesamten Teams. „Das Kollektiv war gut. Auch eine Felicia Idelberger, die viele und wichtige Tore gemacht hat, hat von der sehr guten Vorarbeit ihrer Mitspielerinnen profitiert. Jede Spielerin hat ihr Schärflein zum wichtigen Sieg beigetragen.”

Die Erklärung für die deutlich bessere Leistung ihres Teams im Vergleich zu den Vorwochen liegt für Hannemann in den leicht veränderten Trainingsinhalten. „Wir verzichten momentan auf eine klassische Vorbereitung auf den Gegner. Wir konzentrieren uns mehr auf uns.” Das bisweilen auch ohne Torfrau beim Training und dafür mit Stamatis Papaioanou, dem Torwart der ersten Männermannschaft oder auch, wenn auch Papaioanou nicht konnte, mit einer großen Kiste im Tor. Iris Schultz war verletzt, Lübbert nicht da, auch Eva Reiner, die für das Spiel gegen Rosengarten reaktiviert wurde, konnte nicht. Erstaunlich, dass sich die Trefferquote gegen Halle-Neustadt dennoch verbesserte. Sie war in den Spielen davor extrem schlecht und ausschlaggebend für die Niederlagen.

Trotz des Sieges gegen den Vierten Halle-Neustadt und der Tatsache, dass möglicherweise die Kreisläuferinnen Sabine Nückel nach ihrer Knieverletzung und Miriam Schlierkamp nach ihrer Augenverletzung wieder mitspielen werden, sieht Hannemann ihr Team gegen Magdeburg nicht in der Favoritenrolle. „Magdeburg hat gegen Spitzenreiter Rosengarten bis kurz vor Schluss geführt und nur mit einem Tor Unterschied verloren. Da ist doch wohl eher Magdeburg der Favorit.”

Markus Rensinghoff

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