Klemm streicht Kolfhaus aus dem Kader

Mit Grün-Weiß, der Spvgg. II und dem SV Rot-Weiß starteten drei der vier Oer-Erkenschwicker A-Kreisligisten am Sonntag erfolgreich in die Rückrunde. Einzig der SV Titania unterlag im ersten Punktspiel. Im Derby bei den Schwarz-Roten gabs ein 0:2. Eitel Sonnenschein herrscht aber auch bei den Siegern des 18. Spieltages nicht.

Oer-erkenschwick.. Derby-Gewinner Spvgg. II zum Beispiel gelang zwar nach einer verkorksten Vorbereitung mit dem Dreier gegen Titania ein gelungener Auftakt. "Mit dem Ergebnis bin ich auf jeden Fall zufrieden", sagt Trainer Daniel Bergmannshoff. Da klingt durch, dass er mit anderen Dingen nicht so zufrieden ist. Einige etatmäßige Stammkräfte nahmen nur auf der Bank Platz und wurden auch nicht eingewechselt.

"Ja, es sind einige Leute draußen geblieben, die sonst gespielt haben", sagt Bergmannshoff. Er will nicht ins Detail gehen, warum es wen traf, sagt aber: "Es gibt einige Dinge, die wir verbessern müssen. Jetzt warten wir erst einmal die Woche ab, ob eine Reaktion kommt." Es geht also um die Einstellung.

Auch dem SV RW Erkenschwick gelang ein Rückrundenauftakt nach Maß beim 3:0 beim SV Vestia Disteln II, der etliche Akteure aus dem spielfreien Bezirksliga-Kader einsetzen konnte. "Das war perfekt", sagt Trainer Andreas Klemm erfreut. Zwar wurde die erst in der Winterpause einstudierte Viererkette durch die verletzungsbedingten Auswechselungen von Cihan Gümüs und Emre Odabas noch vor Spielende gesprengt, aber auch Julian Panchyrz und Lukas Finke erfüllten die für sie ungewohnten Positionen mit Bravour. Panchyrz hatte zuvor die frühe 1:0 Führung durch Florian Pagels mustergültig vorbereitet. Die Flexibilität des Teams sei ein großer Gewinn, so Klemm.

Ein Rot-Weißer war in Disteln gar nicht dabei, jubelte aber trotzdem: Pierre König war bei seinem Heimatverein SV Babelsberg in der Landesliga Brandenburg am Ball. Und beim 1:1 gegen den SSV Einheit Perleberg traf König zum Ausgleich. Andreas Klemm rechnet nach einer weiteren Partie für Babelsberg am Wochenende wieder im zweiten Derby in Folge am 8. März gegen Titania mit König. Am kommenden Sonntag haben die Honermänner zunächst Grün-Weiß zu Gast am Mühlenweg. Und da wird auch Frederik Kolfhaus nicht mit dabei sein. Beim Testspiel gegen Wacker Gladbeck (2:0) am vorvergangenen Wochenende hatte sich der Spieler eine verbale Auseinandersetzung mit seinem Coach geliefert - das Band zwischen beiden scheint unwiederbringlich durchschnitten.

"Wir haben beschlossen, dass er vier bis sechs Wochen gar nicht mehr für den Verein spielen wird", so Klemm. "Ob er danach in der zweiten oder dritten Mannschaft spielt, ist mir egal."