Klare Sache

In der Analyse der beiden Trainer, inwieweit das Resultat den Spielverlauf wiedergibt, fanden sich keine zwei Meinungen. Verdient, sagte Frank Fuhrmann (SW Röllinghausen) zur 0:3-Niederlagen seiner Elf. Und gleiches Adjektiv fand sich auch im Beitrag von Nassir Malyar, der seine SG Suderwich nach zwei Niederlagen in Folge endlich wieder als Sieger vom Platz gehen sah.

Recklinghausen.. Damit ist auch schon viel zum Derby-Geschehen gesagt. Über weite Strecken diktierte Suderwich nämlich das Derby-Tempo. Röllinghausen konnte gerade in der ersten Hälfte ausschließlich nur reagieren - und hatte damit auch genug zu tun.

Früh legten die Gäste das 1:0 vor. Eine Ecke von Bastian Buschmeier faustete SWR-Keeper Jörg Eul unglücklich, weil direkt vor die Füße von Surks Dennis Golombeck an der Strafraumkante. Mit Gefühl schlenzte Golombeck die Kugel über Eul in die Maschen (7.). Mit großem Willen und Laufbereitschaft setzte Suderwich gleich nach. Weitere SGS-Torchancen blieben nicht aus. Jedoch verpassten die Gäste, in dem schön anzusehenden Kurzpass-Gemenge den rechten Zeitpunkt für den Abschluss. Schließlich traf Golombeck nach wunderbarer Vorarbeit von Denis Toskai auch nur den Pfosten (23.). Die beste Einschussmöglichkeit für Röllinghausen vergab Deniz Zunk Sekunden vor dem Pausenpfiff.

Geradlinig startete Suderwich in Hälfte zwei. Eine schöne Direkt-Kombination mit dem nicht gerade als Sturmexperten bekannten Ali Bektas vereitelte SWR-Keeper Jörg Eul (54.). Nach gewonnenem Zweikampf an der Mittellinie gegen Kai Ragert leitete Bastian Buschmeier dann das überfällige 2:0 ein. Golombeck legte zurück auf Max Eggermann, der locker vollendete (59.).

Eine solche Kaltschnäuzigkeit fehlte den Gastgeber gänzlich. So brachte Deniz Zunk einen hohen Ball in die Spitze nicht unter Kontrolle. Die Suderwicher Abwehr konnte schließlich den Stellungsfehler wieder ausbügeln (61.). Mit dieser Nachlässigkeit hatte der kurze Aufreger von Malyar aber rein gar nichts zu tun. Vielmehr ärgerte sich der SG-Coach über einen in seinen Augen fälschlichen Abseitspfiff - und musste sich die restlichen 20 Minuten der Partie hinter der Barriere anschauen.

Es wird Malyar gefreut haben, den frisch eingewechselten Edmoot Rama gleich von seiner besten Seite sehen zu können: Kurzer Antritt in die Mitte, ein Doppelpass mit Eggermann, und Rama markierte das 3:0. "So einfach geht das", forderte SWR-Keeper Eul seine Vorderleute zur Nachahmung auf. Es gelang ihnen nicht, vielmehr parierte der 40-jährige Eul noch glänzend einen Freistoß von Bastian Buschmeier.