Kesse Sprüche
27.11.2008 | 16:43 Uhr 2008-11-27T16:43:00+0100Einen Schnellkurs in Sachen Frauenfußball bekamen die Zuschauer des „Talk bei Boente” in Recklinghausen und WDR-Rundfunkmoderator Manni Breuckmann von den Bundesligaspielerinnen Kerstin Stegemann und Alexandra Popp.
Recklinghausen. Für Popp war es der erste offizielle Besuch in Recklinghausen seit ihrem Wechsel vom Westfalenligisten FFC Recklinghausen in die Bundesliga zum Tabellenvierten FCR Duisburg. Den Sprung in die höchste Spielklasse hat die 17-Jährige ohne größere Eingewöhnungszeit geschafft. Im linken offensiven Mittelfeld ist sie zurzeit aus der Startelf des FCR nicht wegzudenken. Auf vier Saisontreffer kommt sie aktuell. „Davon war mein letzter zum 3:0 beim unserem 5:0-Erfolg gegen den 1. FFC Frankfurt der schönste. Ein Tor gegen den Abonnementmeister ist auch für U 17-Europameisterin etwas ganz besonderes.
Dabei wurde während des rund 30-minütigen Gesprächs mit Breuckmann eines klar : So zielstrebig und angriffslustig sich Popp auf dem Fußballplatz gibt, so zurückhaltend ist sie mit einem Mikrofon in der Hand. „Mach du mal lieber” - diese Aufforderung bekam ihre Kerstin Stegemann ein paar Mal von Popp zu hören. Ein Satz, den die Wittenerin auf dem Platz nur ganz selten benutzen würde. Doch Stegemann nahm die Rolle gerne an, nutzte die Chance, um eine Lanze für ihren Arbeitgeber - die Sportförderkompanie der Bundeswehr - zu brechen. „Inzwischen sind zehn aktuelle Nationalspielerinnen dort. Das zeigt, welchen Stellenwert die Bundeswehr in der Sportförderung spielt.” Und einmal in Schwung plauderte die 31-Jährige, die für den Herforder SC in der Bundesliga spielt und in der Saison 200/01 das Trikot des FFC Flaesheim/Hillen trug, mit Breuckmann über die Rolle des Frauenfußballs.
So legte Stegemann los. „Man vergleicht ja auch nicht die 100 Meter Weltrekorde bei Männern und Frauen. Wir Frauen spielen einen anderen Fußball.” Und die 182fache Nationalspielerin legte lässig nach. „Wir können körperlich nicht mithalten, dafür können wir technisch und taktisch den Männern noch was beibringen.” Da musste Breuckmann schlucken. Vor allem als Popp überraschend kess nachlegte. „Außerdem heulen wir nach Fouls nicht so lange rum wie die Männer.” Nach schüchternem Beginn hatte Popp am Ende die Lacher auf ihrer Seite. Nicht schlecht für eine Anfängerin in Sachen Interview.

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