Keine Zusatz-Motivation für den HSC Eintracht
18.02.2010 | 11:02 Uhr 2010-02-18T11:02:00+0100Recklinghausen. Detlef Hahnenkamp könnte leicht für eine besondere Motivation sorgen. Vor dem Spiel beim TuS Bommern (Samstag, 19.30 Uhr) könnte der Trainer des Handball-Verbandsligisten HSC Eintracht Recklinghausen einfach ein Zitat von Bommerns Trainer Claudio Simone hervorholen.
„Wir haben heute gegen die schwächste Mannschaft verloren, die je in der Verbandsliga gespielt hat”, hatte Simone nach dem Hinspiel gesagt. Die Eintracht hatte nach einem Sechs-Tore-Rückstand mit 28:27 gewonnen. Hahnenkamp erinnert sich an Simones Aussage. Sie erneut anzubringen, hält er jedoch für nicht nötig. „Wie wichtig das Spiel ist, weiß die Mannschaft auch so. Im Abstiegskampf kommt es auch auf den direkten Vergleich an. Deshalb wäre es gut, wenn wir in Bommern punkten. Wenn wir gewinnen, hätten wir einen Fünf-Punkte-Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Das wäre schon gut. Spannend ist natürlich, wer dann den Relegationsplatz belegen wird.”
Neben seinem Team, der SG HC Dortmund-Süd, dem OSC Dortmund, dem HSV Werdohl-Versetal, der SG Schalksmühle-Halver II und der PSV Recklinghausen rechnet Hahnenkamp auch den SV Westerholt noch zu den Teams, die um diesen drittletzten Platz streiten werden. „Westfalia Herne ist für mich schon zu weit abgeschlagen. Denen nutzt es wohl auch nicht viel, dass sie jetzt einen neuen Mann dabei haben, der jedes Spiel neun oder zehn Tore wirft. Einer alleine wird das nicht umbiegen. Die Gesamtleistung des Teams reicht nicht. Bei Westerholt sehe ich die Gefahr dadurch, dass sie bereits jetzt gesagt haben, dass Ralf Anischewski am Saisonende aufhört. Die waren sich etwas zu sicher und werden noch unten reinrutschen.”
Dorthin, wo der TuS Bommern schon steht. Hahnenkamp hat sich das Team zuletzt gegen Spitzenreiter Hagen angesehen. „Die stehen und spielen inzwischen deutlich kompakter als in der Hinrunde. Außerdem sind sie heimstark. Acht ihrer neun Punkte haben sie in eigener Halle geholt.” Auch deshalb ist Hahnenkamp froh, dass Tim Rademacher wieder dabei ist. Der Linkshänder gab im letzten Heimspiel gegen den SV Westerholt den Ausschlag, warf vier wichtige Tore. Er belebt die rechte Angriffsseite. Dort hat die Eintracht seit der Verletzung von Stefan Tuchen große Probleme. Tuchen wird wohl auch in dieser Spielzeit nicht mehr zurückkommen. Wie es in der nächsten Saison mit ihm aussieht, weiß Hahnenkamp noch nicht. Wie überhaupt der Trainer sein Bleiben davon abhängig macht, wie die Mannschaft aussehen wird. „Grundsätzlich möchte ich weitermachen. Wenn sich aber in den nächsten Wochen zeigt, dass einige Leistungsträger den Verein verlassen, überdenke ich meine Entscheidung. Ich möchte mit einer schlagkräftigen Truppe in der Verbandsliga weitermachen.”

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