Kein Interesse am Leder-Ei
01.11.2009 | 15:54 Uhr 2009-11-01T15:54:00+0100Der Fußball, also der echte, uns Europäern bekannte, mit elf gegen elf, hat in Amerika fast so einen Status wie American Football bei uns. Da können noch so viele Beckhams und sonstige ehemalige Größen über den großen Teich transferiert werden.
Dass Fußball dort eine Randsportart ist, wird sich nicht ändern. Nicht in einhundert Jahren.
Gleiches gilt gleichwohl auch umgekehrt. Während die amerikanischen Jungs und Mädchen mit Baseball und American Football aufwachsen, diese Sportarten quasi mit der Muttermilch aufsaugen, kennen bei uns die jungen Menschen diese Sportarten eher aus dem Fernsehen.
Das wird sich, kommen wir jetzt mal nach Recklinghausen, auch dadurch nicht ändern, dass die Chargers nun nach 1985 und 1993 zum dritten Mal in die 2. Bundesliga, genauer gesagt die „German Football League” aufgestiegen sind. Das Interesse am Spiel mit dem Leder-Ei wird sich auch in Recklinghausen weiterhin auf die besonderen Fans beschränken. Sie allerdings werden nun durchaus nicht mehr nur aus der näheren Umgebung kommen, sondern auch von etwas weiter weg. Also durchaus von hinter Bochum.
Wichtig wird dennoch für die Chargers für den Erfolg bei den Zuschauern in erster Linie sein, dass auch deutsche Akteure, im besten Falle sogar Eigengewächse zum Zuge kommen. Das aber wird schwierig. Ohne Amerikaner wird die Klasse nicht zu halten sein. American Football findet im deutschen Schulsport nicht statt. Zu diesem Sport kommen die deutschen Kinder einfach zu spät. Auch in zweihundert Jahren noch.
- Das Spiel: Bang, boom, bang
- Nachgefragt: Chargers wollen sich verstärken

12:04
Waren in letzter Zeit über 800 Zuschauer beim Fussball in RE?
Ich glaube nicht! Insofern stimmt ausgerechnet in RE, die Weisheit das Fussball alle anderen Sportarten an der Rand drückt nicht!