Jenna Belimkan - Vom Feld an die Linie

Mit ihren 28 Jahren spielt Jenna Belimkan nun schon seit mehr als sieben Jahren für den Waltroper HV in der Damen-Bezirksliga Handball. Nach einem Kreuzbandriss zu Saisonbeginn löst sie nun den als Damentrainer zurückgetretenen Markus Speker ab.

WALTROP.. "Es ist schon noch eine ungewohnte Situation die Mannschaft zu trainieren, in der ich bis vor einigen Wochen noch selbst gespielt habe. Allerdings haben wir das vorab genau abgeklärt. Ich habe den Posten nur unter der Bedingung angenommen, dass für alle Beteiligten diese Lösung auch in Ordnung ist", so Belimkan.
Sie ist zwar erst einige Tage als Coach im Amt, präsentiert sich aber bereits jetzt während des Trainings selbstbewusst, durchsetzungsstark und zielorientiert.

Seit 17 Jahren am Ball
Belimkan spielt bereits seit 17 Jahren Handball und verfügt so über die notwendigen Kenntnisse und Voraussetzungen, um in der Bezirksliga an der Linie zu stehen.
Bevor sie beim WHV landete, lief sie für den TV Mengede auf. Bis zu ihrem elften Lebensjahr hatte sie bereits einige Sportarten ausprobiert - Leichtathletik, Badminton und Reiten.
Zum Handball kam Sie eher durch einen Zufall. " Damals hat mich eine Freundin einfach mal mit zum Training mitgenommen, und so bin ich dabei geblieben."
Auch ihre Schwester Sarah spielt seit Jahren Handball bei Borussia Dortmund, aktuell in der dritten Mannschaft. Belimkans erstes Spiel als Trainerin gegen den Bezirksliga-Aufsteiger HSC Welper missglückte leider, dennoch war eine Leistungssteigerung zur vorangegangenen Partie merklich spürbar.

"Passende Lösung"
"Wir werden sicherlich noch ein wenig Zeit brauchen, um uns als Mannschaft an diese Situation zu gewöhnen", so die gebürtige Dortmunderin.
Beim WHV wird ihr die nötige Zeit aber auf jeden Fall gegeben. Man ist froh, eine passende Lösung in der Kürze der Zeit gefunden zu haben.
Hans Uwe Möller, Präsident des Waltroper HV, ist mit der Lösung sehr zufrieden: "Ich finde es klasse, dass Jenna diese Aufgabe übernimmt, das ist keinesfalls selbstverständlich."

Erst einmal bis Saisonende
Belimkan wird das Team in jedem Fall für den Rest der aktuellen Spielzeit betreuen. "Wie es dann weiter geht, darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht, um ehrlich zu sein. Um selbst als Spielerin wieder eingreifen zu können, muss ich meine Verletzung erst einmal auskurieren, da dies in dieser Saison aber nicht mehr der Fall sein wird, werde ich von der Bank alles geben, um meine Mannschaft bestmöglich zu unterstützen."