Jakob und das "Kribbeln im Bauch"

Wenn wir das gewinnen, dann müssten wir durch sein, rechnet RWE-Trainer Andreas Jakob vor der Partie beim SV Vestia Disteln II (So., 12.45 Uhr) vor.

Oer-erkenschwick.. Mit dem Klassenerhalt aufhören - dieses Ziel verfolgt Jakob in dieser Saison. Noch dreimal wird er seine Elf von der Seitenlinie aus coachen, dann ist Schluss. Nach achteinhalb Jahren. Aus beruflichen Gründen, wie er sagt. "Es hat mir immer Spaß gemacht", so Jakob. Deswegen wird er dem Verein vielleicht auch noch in einer anderen Funktion erhalten bleiben. "Entschieden ist noch nichts, es laufen aber Gespräche." Wer sein Nachfolger wird, sei noch nicht endgültig entschieden. Andreas Klemm sei zwar noch immer in der Verlosung. "Andi kommt aber nur, wenn wir nächstes Jahr in der Kreisliga A spielen", verrät Jakob.

Vom Klassenerhalt hängt also einiges ab. Und deshalb ist auch ein Sieg am Sonntag gegen Kellerkind SV Vestia Disteln II so wichtig. "Disteln bekommt immer Verstärkung aus der Ersten. Die sind auch in den letzten Wochen gut aufgetreten. Die sind nicht zu unterschätzen. Auch, weil es für die die letzte Chance ist, um da unten rauszukommen", warnt Synowczik.

Personell sehe es zwar besser aus als letzte Woche, dennoch fehle der eine oder andere wichtige Spieler. Wie zum Beispiel Hubertus Hegering und Stürmer Florian Pagels, die zum Pokalfinale nach Berlin fahren. "Da kann man nicht böse sein", so Jakob. Hinter den angeschlagenen Cihan Gümüs und Frank Adamski steht noch ein Fragezeichen.

Jakob ist trotzdem guter Dinge, dass am Sonntag der entscheidende Schritt zum Klassenerhalt getätigt wird: "Mir ist etwas mulmig, ich bin ein bisschen nervös", gibt der scheidende Coach einen Einblick in seine Gefühlswelt. "Aber wenn wir mit einem Kribbeln im Bauch dahinfahren, dann weiß man, dass die Jungs voll dabei sind." Mit einem Unentschieden könne er leben. "Man darf nur nicht verlieren", so Jakob.