In aller Freundschaft

Am Samstag war mächtig was los in der Sporthalle der Christoph-Stöver-Realschule. Die Judoabteilung des KSV 20 Erkenschwick hatte Besuch aus der französischen Partnerstadt Halluin. Der JC Halluin nahm mit 20 Jugendlichen an einem Freundschaftsturnier teil.

Oer-erkenschwick.. Und das war eine ganz tolle Sache", sagt Beatrix Hunder, Abteilungsleiterin im KSV 20. Am Samstagmorgen traf die rund 30-köpfige Reisegruppe aus Halluin am Vereinsheim auf dem Schulhof der Realschule ein. Nach einem kleinen Empfang wurd’s nachmittags sportlich. In gemischten Mannschaften mit Kämpfern aus beiden Vereinen, die nach den Werten des Judosports benannt waren, ging’s vor voll besetzten Rängen in der Realschulturnhalle auf die Matten. "Wir wollten ja miteinander und nicht gegeneinander kämpfen. Die Freundschaft zwischen den Städten und den Judovereinen steht ja schließlich im Mittelpunkt", erklärt Hunder. Über 40 Kinder aus der Judoabteilung des KSV 20 waren dabei. Die rund 150 Zuschauer sahen, wie sich das Team "Ehrlichkeit" den Turniersieg sicherte.

Nach einer gemeinsamen Feier im und am Vereinsheim des KSV ging’s abends für die jungen Sportler und ihre mitgereisten Trainer und Betreuer zurück in die Gastfamilien. "Ganz bewusst übernachten die Gäste nicht in Hotels. Das ist schon seit mehr als 40 Jahren so", sagt Hunder, die in ihrer Judolaufbahn auch selbst schon den einen oder anderen Austausch miterlebt hat. Zuletzt war der KSV, der schon seit 1969 die Kontakte zur Partnerstadt pflegt, vor etwa vier Jahren mit einer Gruppe von Judoka in Frankreich. Damals hieß der Abteilungsleiter noch Oliver Laug.

So lange will man bei den Oer-Erkenschwicker mit dem Gegenbesuch dieses Mal nicht warten. "Im Mai oder Juni des kommenden Jahres werden wir mit einer Gruppe nach Halluin reisen", verspricht Hunder, die sich ausdrücklich für die Hilfe durch den Deutsch-französischen-Freundeskreis (DFF) bedankt, der den Austausch auch finanziell unterstützt hat.

Am Sonntag musste die geplante Schifffahrt auf dem Kanal wegen des schlechten Wetters ausfallen. Stattdessen haben sich die Judoka beider Vereine noch einmal sportlich betätigt - bei einem gemeinsamen Fußballturnier.