Huber wird ein Grün-Weißer

Als Thomas Synowczik aus der Zeitung erfuhr, dass Steve Huber sich bei Rot-Weiß Erkenschwick abgemeldet hat und zu einem anderen Verein wechseln will, da wurde der GWE-Coach noch einmal aktiv. Co-Trainer Daniel Klein Altstedde nahm letztlich Kontakt zu dem 32-jährigen Flügelflitzer auf. Und nach einem abschließenden Gespräch am Donnerstagabend stand fest, dass Huber in der kommenden Saison am Nußbaumweg kicken wird.

RWE-Trainer Andreas Klemm hatte die Abmeldung des Außenverteidigers noch mit beruflichen Verpflichtungen des in Bochum arbeitenden Feuerwehrmanns begründet. Tatsächlich hatte die DJK Wattenscheid, die knapp in der Aufstiegsrelegation zur Bezirksliga gescheitert war, Interesse an einer Verpflichtung Hubers signalisiert. Doch dazu kam es nicht. Stattdessen machte der Ortsrivale GWE nun das Rennen. Und aus Sicht der "Frösche" macht die Verpflichtung absolut Sinn, wie Synowczik sagt. "Mit seiner Schnelligkeit ist er vielseitig einsetzbar, zudem bringt er natürlich mit seinen 32 Jahren noch einmal Erfahrung mit in unsere Mannschaft." Mit den älteren Spielern hatte der Übungsleiter in der vergangenen Saison ohnehin beste Erfahrungen gemacht. Sebastian Reddemann und Florian Tritter, die beide aus dem Bereich der Alten Herren kommen, gehören unumstritten zu den Leistungsträgern bei GWE. Und Huber könnte die frei gewordene Planstelle besetzen, die nach dem Wechsel von Patrick Grüner zur Spvgg. noch zu vergeben ist.

Apropos Grüner: Eine Einigung zwischen den Vereinen bezüglich der Ablösesumme steht noch aus. GWE verlangt für Grüner offenbar eine ordentliche Summe. Bei den Schwarz-Roten, die vor zwei Jahren auch Dirk Junge von GWE freikaufen mussten, ist man aber nicht bereit, Geld für den Wechsel auf den Tisch zu legen, wie Spvgg.-Geschäftsführer Andreas Letzner sagt: "Sollte es zu keiner Einigung kommen, muss der Spieler eben bis November warten." Da Grüner zu einem Oberligisten wechselt, könnte GWE bis zu 2 500 Euro für die Freigabe verlangen.

Dass es beim Wechsel von Huber zu GWE Probleme mit den Rot-Weißen geben könnte, befürchtet Synowczik nicht. Möglich wäre sogar ein Tauschgeschäft mit Patrick Wienstein. Eine Entscheidung, ob dieser von GWE zu RWE wechselt, hat der lange Blondschopf aber noch nicht getroffen. "Ich hoffe, dass wir mit Huber und Wienstein in die neue Saison gehen", sagt Synowczik dazu. Und selbst wenn RWE dem Wechsel Hubers zu GWE nicht zustimmen würde, wäre das für die Grün-Weißen kein Probleme. Innerhalb der Kreisliga A beträgt die festgeschriebene Ablösesumme nämlich nur 250 Euro. Und das sei bezahlbar.