Herbststurm statt lauem Lüftchen?

Die Kicker des VfB Waltrop hadern noch immer mit den Entscheidungen von Schiedsrichter Marvin Cyprian beim letztwöchigen Auswärtsspiel in Disteln (0:1). Wir sind dort klar benachteiligt worden, ärgerte sich Coach Daniel Kuhn auch noch am Ende dieser Trainingswoche im Vorfeld des Heimspiels gegen den TSV Marl-Hüls II (Sonntag, 15 Uhr, Lorenz-Arena). Für das er sich einen Heim-Schiri wünscht.

.. Bei der Bestandsaufnahme der aktuellen Tabellensituation sind die VfBer hin- und hergerissen. Einerseits entspricht der zehnte Tabellenplatz nicht dem Anspruch, den die Mannschaft hat. "Man darf aber auch nicht vergessen, dass wir fünf, sechs neue Leute in die Mannschaft integrieren müssen. Das dauert", sagt Kuhn.
Die Einschätzung des 2. Vorsitzenden des VfB, Uli Sprick, teilt Kuhn. Sprick hatte unlängst der Mannschaft einen Platz zwischen fünf und zehn prophezeit. "Damit lag er wohl richtig", sagt Kuhn.

Zu wenige Tore geschossen
Das große Manko seiner Truppe ist eindeutig: Sie schießt zu wenige Tore. Nach sieben Spielen hat der VfB bislang nur acht Treffer erzielt. Zwar hat er auch nur elf kassiert, "doch die Anzahl der erzielten Treffer ist einfach viel zu niedrig", kritisiert Kuhn.
Es sagt viel aus, dass Tabellenschlusslicht Brünninghausen als einziges Team bislang auch nur acht Tore geschossen. Zur Ehrenrettung des VfB sei gesagt, dass der Letzte dafür auch immerhin 23 Tore kassiert hat. Dieser Wert ist beim VfB weitaus besser. Die Zahl der bislang kassierten elf Gegentore ist derzeit ein gehobener Mittelwert.

"Spieler aller Mannschaftsteile müssen daran denken, Tore zu schießen"
Daniel Kuhn weiß natürlich um die Offensivschwäche. Und ermuntert seine Spieler: "Alle müssen daran denken, Tore zu schießen. Spieler aller Mannschaftsteile."
Aufsteiger TSV Marl-Hüls II ist für die Waltroper ein unbeschriebenes Blatt. "Ich weiß nur so viel, dass deren Topstürmer Marvin Wloch (er hat in dieser Saison bereits acht Tore erzielt), wegen einer Roten Karte, die er sich beim 3:3 gegen die SpVg BG Schwerin eingefangen hat, am Sonntag gegen uns nicht spielen wird", so Kuhn.
Man darf gespannt sein, ob es dem VfB einerseits gelingt, seine Offensivbemühungen zu intensivieren. Und ob zugleich die Abwehr in der Lage ist, den Sturm der Gäste in deren Schranken zu weisen.

Kuhn hofft auf die Rückkehr von Kapitän Marius Hoffmann
Chris Schornstein ist bei diesem Unterfangen am Sonntag verletzungsbedingt auf jeden Fall nicht dabei. Kuhn hofft, dass Kapitän Marius Hoffmann seine muskulären Probleme auskuriert hat. Gording Ewang war jüngst privat verhindert. Der Trainer hofft, dass er am Sonntag wieder auflaufen kann.