Heiter bis sonnig

Die Grundstimmung ist positiv bis optimistisch. Sowohl bei Genclikspor, dem FC 96, der Spvgg. 95/08 und Aufsteiger SW Röllinghausen prägt Zuversicht die allgemeine Stimmung.

RECKLINGHAUSEN.. Was bisher gut anlief, will Genclikspors Trainer Kerim Baba auch nicht kleinreden. "Aber ich bin derzeit eher ein Therapeut." Die 1:5-Derbypleite gegen Hillerheide hat Spuren hinterlassen. "Die individuelle Entwicklung ist mager. In puncto Einstellung und Disziplin müssen wir aufholen", sagt Baba. Mit Tabellenplatz sieben kann sich der Übungsleiter abfinden. Die Probleme liegen aber tiefer: "Viele meiner Spieler hatten eine schlechte Grundlagenausbildung. Dadurch ist es schwierig Spielzüge einzustudieren." Baba fordert Geduld ein: "Meine Spielidee wird wohl erst Ende der Rückrunde zum Tragen kommen. Bis dahin müssen wir weiter arbeiten." Da die Liga aber sehr ausgeglichen ist, "sind wir tabellarisch im grünen Bereich".

Eigentlich kann Thomas Wiener nicht meckern. "In vielen Punkten sind wir weiter, als ich das erhofft hatte", sagt der Trainer des FC 96. Doch ein Problem kostet Zähler: Die Torwartposition. In Henrichenburg (4:5) stand ein Feldspieler über neunzig Minuten im Tor, gegen den SC Herten (2:2) eine Halbzeit lang. "Mit diesen fünf Punkten", rechnet Wiener vor, "wären wir Erster." Gegen SW Röllinghausen soll der etatmäßige Torhüter Daniel Jasmund (gebrochener Finger) wieder zwischen den Pfosten stehen. Dadurch bewahrt der 96-Coach die Ruhe: "Wir entwickeln uns in die richtige Richtung. Die Moral ist intakt. Das Mannschaftsgefüge passt." Mit Blick auf das Saisonziel (Rang fünf) sei der FC "voll im Soll."

"Es ist ein Wellengang", beschreibt Maik Steffen. Der Trainer Spvgg. 95/08 sieht vorrangig sein Aufgabenfeld darin, "Konsequenz und Konstanz in die eigene Leistung" zu bringen. Dann sei laut Steffen auch eine Platzierung im oberen Mittelfeld nicht ausgeschlossen. Dafür wechseln sich "desolate Auftritte" wie die 0:5-Pleiten gegen die Spvgg. Erkenschwick II und Concordia Flaesheim und "erfolgreiche Spiele" wie gegen Titania Erkenschwick (4:2) und Kültürspor Datteln (4:1) zu oft ab. Belastend ist für Steffen die Spielstrafe nach der fünften Gelben Karte. "Das würfelt das Team unnötig durcheinander". Da der Kader nicht breit genug ist, kündigte Steffen Nachkäufe im Winter an.

Zehn Punkte aus neun Spielen seien nicht das, "was wir uns offen gestanden erhofft hatten", erklärt Röllinghausen-Präsident Uwe Matecki. "Aber man muss auch unsere Umstände bedenken." Der Aufsteiger beklagt eklatantes Verletzungspech. "Dafür hat die Mannschaft gut gepunktet", findet Matecki und verweist auf die vier Punkte aus den letzten beiden Spielen. Gerade der 4:0-Sieg über Teutonia Waltrop II habe gezeigt, "die Mannschaft kann Abstiegskampf." Mateckis Gesamtfazit fällt ohnehin positiv aus: "Wir konnten die meisten Duelle ausgeglichen gestalten. Das Feld ist eng beieinander. Der Klassenerhalt ist nicht unrealistisch. Ein anderes Ziel wäre auch vermessen."