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Hausgemacht

10.06.2012 | 18:13 Uhr
Hausgemacht

Der Frauenfußball hat es schwer. Fußball war, ist und bleibt eine Männerdomäne. Daran hätte sich auch nichts geändert, wenn die Deutsche Nationalmannschaft der Frauen 2011 die Weltmeisterschaft im eigenen Land gewonnen hätte.

Wie schwer es Fußball spielende Frauen haben, zeigt sich wieder einmal am 1. FFC Recklinghausen. Der schaffte am Sonntag zum zweiten Mal den Aufstieg in die 2. Bundesliga, hatte dabei sogar ungewöhnlich viele Zuschauer: knapp 150. So viele kommen zu jedem Spiel der Männer in der Kreisliga A.

Daran haben sich die Frauen längst gewöhnt. Sie betreiben ihren Sport selbst in der 1. und 2. Bundesliga oft unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Zumindest der Verband aber müsste den Sportlerinnen die nötige Aufmerksamkeit, den nötigen Respekt gegenüberbringen. Das aber hat er am Sonntag nicht geschafft. Dass Staffelleiterin Karin Zimmer nach Ibbenbüren fuhr, um dort gegebenenfalls die Fußballerinnen des VfL Bochum zu ehren, die mit einem Sieg und einer Niederlage des FFC Meister hätten werden können – geschenkt. In Recklinghausen übernahm ihre Stellvertreterin das Überbringen der Glückwünsche und das Überreichen der Medaillen und des Meisterschaftspokals.

Allerdings gab es nicht für jede Spielerin eine Medaille. Es gab nur 13 davon. Der Rest – auch Wimpel und Urkunde – wird nachgereicht. Manche Probleme im Frauenfußball sind hausgemacht.

MarkusRensinghoff

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