Bahnradfahren
Gute Perspektiven für Charlotte Becker
14.12.2009 | 16:34 Uhr 2009-12-14T16:34:00+0100Charlotte Becker hat mit ihrer Zeit in der 3000-Meter-Einerverfolgung beim Bahnrad-Weltcup in Kolumbien ein Ausrufezeichen gesetzt. Mit ihrer Schwester Christina Becker, die sich soeben vom Hochleistungssport zurückgezogen hat, sprach WAZ-Mitarbeiter Detlev Seyb.
Haben Sie mit diesem Ergebnis gerechnet?
Christina Becker: Ich habe es gehofft, dass sie gut fährt. Rechnen konnte man angesichts der Situation in Nürnberg nicht, wo sich ja der Hauptsponsor aus dem Profi-Team zurückgezogen hat. So etwas hat man immer im Kopf, weil man nicht weiß, wie es in der nächsten Saison weitergehen soll. Das kann belasten.
Hat es offenbar nicht. Was hat ihr letztlich diesen Auftrieb gegeben?
Lotte hat zum ersten Mal seit langer Zeit Urlaub gemacht, hat das Rad in die Ecke gestellt und sich erst danach ganz gezielt und richtig hart auf diesen Weltcup vorbereitet. Die Pause hat ihr gut getan und wir alle haben ihr Mut gemacht. Ich freu mich so sehr für sie.
Welche Perspektiven eröffnen sich nun?
Gute. Sie hat einen Sprung von drei Sekunden gemacht, sie gehört nun zu drei Fahrerinnen in Deutschland, die es überhaupt geschafft haben, unter 3:40 Minuten zu fahren. Sie befindet sich auf dem richtigen Weg und ich glaube, sie kann noch mehr erreichen.
Gibt es denn jetzt zu Weihnachten und zum Jahresende erneut eine kurze Verschnaufpause?
Die gab es noch nie, zumindest auf das Training bezogen. Lotte fährt Heiligabend bestimmt wieder ihre 150 Kilometer. Und danach gibt es zuhause wieder ein richtig gutes Essen.
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