Gute Laune trotz Absagen

Kurz vor Beginn ihres Hallenturniers ereilte die Altliga-Abteilung des VfB Waltrop das Schicksal, vor dem sich alle Organisatoren fürchten: Eine Absage kam 20 Minute vor Turnierbeginn, die zweite während der ersten Spiele. Das war schon sehr ärgerlich, so Altliga-Chef Günter Book. Dennoch zog er nach Turnierende ein erfreuliches Fazit.

Waltrop.. Die Mannschaft von Stephanus Herne hatte um 10.40 Uhr abgesagt. Und Eintracht Datteln per Mail am Vorabend. "Da wir aber abends bei der Jahreshauptversammlung waren und tags darauf früh in der Halle, hatte Geschäftsführer Friedhelm Finzel nicht mehr sein E-Mail-Postfach gecheckt. Bei einem Verein aus der Nachbarstadt könnte man ja eigentlich erwarten, dass man uns telefonisch Bescheid sagt", so Book.

Letztlich wurde der Spielplan komprimiert, sodass das Turnier eine Stunde früher beendet war. Mit dem sportlichen Ausgang hatten die VfBer indes nichts zu tun. Bis auf das Spiel gegen den FC Nette Dortmund, das 3:2 endete, gewannen die Gastgeber keine Partie. Die weiteren Punkte gab es durch die 2:0-Wertung des nicht ausgetragenen Spiels gegen Stephanus Herne. "Wir sind aber auch lange nicht in der stärksten Besetzung hier angetreten", entschuldigte Book.

Besser lief es bei den Waltroper Teutonen. Sie profitierten von der Altliga-Regelung, nach der pro Team ein Spieler auflaufen darf, der noch nicht 35 Jahre alt ist. Im Falle der "Schwatten" war dies Michael Breuer, der vergangene Saison noch Torschützenkönig der Waltroper Seniorenfußballer geworden war. Gemeinsam mit Andre Sabra, der ebenfalls einst auf Landesliga-Niveau spielte, sorgten die Teutonen für viel Gefahr vor dem Tor.

Als Zweiter der Gruppe B qualifizierte sich das Team zwar für die Endrunde, jedoch war hier gegen SW Meckinghoven Endstation. Apropos Meckinghoven: Die SWM-Mannschaft zählte mit einem Schnitt von 46 Jahren zu den ältesten Teams, spielte dafür aber einen schönen Ball.

Seinen Meister fand das Team um Spielführer Paul Preuth nur in der SG Hillen, die das Endspiel mit 3:0 gewann. "Hillen spielte den besten Fußball", fand auch Günter Book. Im Endspiel agierten die Recklinghäuser klüger und erzielten nach zwei Minuten schon das erste Tor. "Uns war klar, dass derjenige einen Vorteil hat, der den ersten Treffer erzielt", so der SWM-Tenor. Unter anderem mit Spielern der SG Lütgendortmund, die zwar als Gruppenletzter ausschieden, sich aber als Sieger der Herzen fühlten, ließen die Dattelner gemeinsam mit den Kickern der Gastgeber das Turnier ausklingen.

Und Günter Book zog trotz der Absagen ein positives Fazit: "Die Stimmung war gut, es gab keine Verletzungen sowie keine Rote Karte und auch keine Zeitstrafen. Das ist das, was ich unter Altliga-Fußball verstehe", so Book.