Gürsoy stellt seinen Posten zur Verfügung

Auf der Suche nach einem neuen Trainer ist A-Ligist Türkiyem. Mehmet Gürsoy hat sein Amt niedergelegt.

Herten.. Ausschlaggebend waren die unschönen Begleitumstände bei der Stadtmeisterschaft. Saban Cetin und Hakan Cayirli kassierten wegen Meckerns Rote Karten. Als Gürsoy beim Schiri nachfragen wollte, warum er die Roten Karten gezückt hatte, wurde der Türkiyem-Trainer sogar auf die Tribüne geschickt. "Mein Ziel war von Anfang an, eine ruhige Mannschaft aufzubauen, die kein Theater macht", meint Gürsoy. Er ergänzt: "Mein Name mit Theater passt nicht." Einige Spieler würden einfach nicht auf den Trainer hören. "Ich kann auf diese Weise mit den Spielern nicht zusammen arbeiten. Dann höre ich lieber von alleine auf."

So suchte Gürsoy das Gespräch mit dem Vorstand. Beide Seiten einigten sich, die Zusammenarbeit aufzukündigen. "Es ist besser, wenn Türkiyem einen anderen Trainer sucht als andere Spieler. Türkiyem hat immer noch die Möglichkeit, oben mitzuspielen", sagt Gürsoy. "Wir haben Mehmet noch versucht, zum Bleiben zu überreden. Da hatten wir aber keine Chance. Für uns als Vorstand war das schon wie ein Schlag ins Gesicht", meint Geschäftsführer Deniz Keskin. Übergangsweise gibt's eine interne Lösung. Keskin wird gemeinsam mit Spieler Ayhan Toplu die Einheiten leiten. "Auf die Schnelle werden wir keinen Trainer holen. Es muss schon passen. Ob das in zwei oder vier Wochen passiert, mal schauen", sagt Keskin.