Grenzenlos optimistisch
18.09.2008 | 16:08 Uhr 2008-09-18T16:08:00+0200Trotz der beiden satten Niederlagen zum Auftakt steckt das Dream Team Recklinghausen nicht in einer Depression. Trainerin Cordula Murek: Jetzt fängt die Saison erst richtig an.
Recklinghausen. Zwei satte Niederlagen zum Saisonauftakt – von Depression indes keine Spur. Ganz im Gegenteil: „Jetzt fängt die Saison für uns erst richtig an”, sagt Cordula Murek, Trainerin der Tischtennisfrauen des DC Dream Team Recklinghausen. Hintergrund: Mit dem TuS Uentrop und dem SC Bayer 05 Uerdingen standen den Recklinghäuserinnen gleich die beiden Topteams der Regionalliga an den Platten gegenüber.
Das sieht auf jeden Fall Trainerin Murek so. Deshalb relativiert sie die 0:8- und 2:8-Klatschen: „Diese Ergebnisse waren nicht unerwartet. Das zweite Spiel gegen Uerdingen war auch schon wesentlich besser. Da gingen einige Matches über fünf Sätze. Ich glaube, dass wir die Mannschaft im Rückspiel vielleicht ein bisschen ärgern können.” Die beiden „ganz dicken Brocken” sind nun weg. Das war der Härtetest für den Aufsteiger. Schlimmer hätte es zum Auftakt nicht kommen können.
Doch das ist für Cordula Murek jetzt Schnee von gestern. Gegen Schwalbe Bergneustadt (So. 14 Uhr, Sporthalle Kohlkamp) „geht's jetzt bergauf, das ist mal klar”, ist die Trainerin sich sicher. „Wir müssen zusehen, dass wir von da unten schnell wegkommen, wo der Pfeil nach unten vor unserem Namen steht. Den, der nach oben zeigt, wollen wir ja gar nicht”, skizziert sie den Weg aus der Talsohle, der mit einem Sieg am Sonntag beginnen soll. „Zu Hause sind wir ja sowieso mal stark.”
Cordula Murek strahlt grenzenlosen Optimismus aus. Auch im Team sei die Stimmung keinesfalls gedrückt. Sie lacht, sie scherzt. Nimmt die Trainerin die Lage nicht ernst, die Sache zu locker? „Nein. Wir wissen, dass wir für den Klassenerhalt hart arbeiten müssen. Aber wir sind eben auch realistisch, wissen, gegen wen wir die Punkte einfahren können und gegen wen nicht.”
Der erste Meilenstein auf dem Weg in gesicherte Regionen, soll eben am Sonntag passiert werden. „Wenn wir zu lange da unten drin stehen, dann geht das an die Psyche”, weiß Murek aus ihrer langjährigen und noch längst nicht beendeten Karriere als Spielerin. Noch in der vergangenen Saison hat sie selbst ausgeholfen, wenn Not an der Frau war. „Das will ich in dieser Saison tunlichst vermeiden. Die Regionalliga, die ist nun nicht mehr meine Spielklasse.”
Ihr Team sieht sie dort hingegen konkurrrenzfähig, auch, wenn es bis auf Jutta von Diecken an Position eins keine Verstärkungen gegeben hat. „Juliana Klinge und Christiane Busche-Schmidt haben Regionalligaerfahrung. Nur Marina Meyer nicht, aber dafür schlägt sie sich sehr tapfer. Sicher ist es ein großer Unterschied zwischen der Ober- und Regionalliga. Aber ich bin sicher, dass wir die Klasse nicht verlieren.” Für ein Erfolgserlebnis wäre jetzt gerade der richtige Zeitpunkt. Dann würde der Anstieg „leichter fallen”. Und wenn's dann nicht gelingt? „Dann müssen wir eben die Spiele danach gewinnen”, sagt Cordula Murek. So einfach ist das.
Selbst vom ersten Nackenschlag – jenseits der beiden Niederlagen – lässt sich die Trainerin ihre gute Laune nicht verderben. Ersatzspielerin Sandra Agresti zog sich beim Badmintonspiel einen doppelten Bänderriss zu und wird mindestens drei Wochen ausfallen. „Das gibt Probleme für die zweite Mannschaft, aber auch für unsere Ersatzgestellung”, weiß Murek und denkt über Lösungen nach.

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