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Rudern - Juniorenregatta

Goldige Aussichten

02.06.2008 | 17:11 Uhr

Zwei Wochen vor den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften bestätigen die Vest-Ruderer ihre guten Saisonleistungen.

Hamburg/Ratzeburg. Die Vorbereitungen liefen richtig gut. Auf diversen Regatten in der näheren Umgebung. Dann in München und in Köln. Nun auch zum Abschluss der Testreihe in Hamburg. Die Ruder-Junioren aus dem Vest haben in zwei Wochen bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Köln viele Medaillenkandidaten dabei. Und die Aussichten sind sogar goldig.

Zum Beispiel für die Dattelnerin Margarete Jakschik im Trikot des RV Rauxel. Die Schülerin hatte lediglich zum Saisonstart in Bremen einmal Pech, als sie mit dem Skull an eine Boje geriet. Alle anderen Rennen konnte sie gewinnen. Im Einer, im Doppelzweier und auch im Doppelvierer. Am Wochenende in Hamburg das gleiche Bild: Vier Starts in drei Bootsklassen - es kamen vier Siege heraus. „Wir haben jetzt die Qual der Wahl”, sagt RVR-Trainer Alexander Lücke. Ein schönes Luxusproblem vor den Titelkämpfen.

Auf den Einer wird Margarete Jakschik wohl verzichten, auch wenn Gold in Sichtweite ist. Hier gibt es die meisten Gegner, die meisten Läufe. Im Leichtgewichts-Juniorinnen-A-Doppelzweier, den sie mit der Kölnerin Merle Schäfer dominiert, werden weniger Boote erwartet. „Darauf wollen wir uns konzentrieren”, so Lücke, der den Doppelvierer als Zugabe meldet.

Margarete Jakschiks Bruder Malte hat unterdessen seine Klasse im Junior-B-Doppelzweier und -Doppelvierer bewiesen. Zwei Tage vor dem Meldeschluss steht für Trainer Lücke fest: Der Start im Doppelvierer soll reichen, bei den 15/16-Jährigen müsse man schließlich noch keinen Doppelstart machen.

Bei der Recklinghäuser B-Juniorin Charlotte Siering steht noch nicht fest, in welcher Klasse sie starten wird. Im Einer-Finale von Hamburg fuhr sie auf den zweiten Platz, im Doppelvierer auf Rang drei. „Ich bin jetzt zwei Jahre Einer gefahren”, sagt Charlotte Siering, deshalb würde sie diesmal lieber im Doppelvierer sitzen.

Ihre ältere Schwester Constanze wird in Köln auf den Juniorinnen-A-Vierer ohne Steuerfrau setzen und möchte dort auf Sieg fahren. Denn der würde die Direkt-Nominierung zur Junioren-Weltmeisterschaft bedeuten. Falls dies nicht klappt, gäbe es noch den WM-Umweg im Achter. Denn im nationalen Ranking fuhr die Recklinghäuserin in einem tollen Zwischenlauf ins Finale und liegt als Sechste in Lauerstellung auf einen Platz im Verbandsboot. Robert Küper und Benedikt Dahmen, die das A-Finale verpassten, aber im Zweier ohne das B-Finale gewannen, wollen sich auch noch im Vierer mit Steuermann empfehlen. In Hamburg kam Platz zwei heraus.

Blendend im Rennen lag auch Leichtgewicht Maike Ehmer (RV Waltrop) mit ihrer Hürther Partnerin Sonja Wittemann, die im B-Doppelzweier ihre Abteilung in Tagesbestzeit gewinnen konnten und auch das Finale am Sonntag bestimmten. Ebenfalls eine gute Empfehlung für die Deutschen U 17-Meisterschaften. Julian Friemann (RV Waltrop) gewann im Renngemeinschaftsachter den Lauf am Samstag.

Detlev Seyb

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