Gieras Rückkehr zu den Wurzeln
04.12.2008 | 12:36 Uhr 2008-12-04T12:36:00+0100Herten. Zurück zu den Wurzeln, das sagte sich Ralf Giera vor wenigen Wochen, als er das Traineramt des abstiegsbedrohten A-Kreisligisten SG Herten-Langebochum II antrat.
Bereits zu seiner aktiven Zeit ging Giera dort in der Bezirksliga auf Torejagd und arbeitete später in seinem Heimatverein im Jugendbereich.
Ein Glücksfall für die Langenbochumer. Schließlich bemängelte der Vorstand schon seit längerer Zeit die desolate Trainingseinstellung des ehemaligen Coaches Markus Kardolsky. Nicht allzu selten standen die Spieler ohne Trainer auf dem Trainingsplatz. Harald Weiß, Sportlicher Leiter der Hertener, musste handeln und erteilte Kardolsky eine Verwarnung: „Ich betone, dass die Entlassung nicht von uns aus ging. Wir haben ihn lediglich abgemahnt, weil ständig andere Ausreden kamen, weswegen er nicht zum Training kommen konnte. Den Vertrag hat er dann von sich aus aufgehoben.“
Ein Ersatz war mit Ralf Giera schnell gefunden. Denn trotz anderer Trainer-tätigkeiten bei der Spielvereinigung Marl oder zuletzt beim 1.FFC Reckling-hausen, riss der Kontakt zwischen Weiß und Giera nie ab. Der alte Trainerfuchs, der nun schon seit 18 Jahren durchweg als Fußballlehrer arbeitet, wurde mit offenen Armen empfangen.
Trotz zwei arger Schlappen zu Beginn seiner Trainertätigkeit bei der SG gegen den ETuS Haltern (0:7) und die Sportfreunde Stuckenbusch (0:5), gibt sich Giera optimistisch und will seinem Team neuen Lebensgeist einhauchen. Seine ersten Beobachtungen lauteten aber erst einmal: „Was ich dort beim ersten Training vorfand, war eine Mannschaft ohne Selbst-vertrauen. Ich war enttäuscht von der Einstellung. Da waren kein Kampf und kein Wille. Aber trotz alledem haben sie alle das Zeug um in der Kreisliga A mithalten zu können.“
Schon in den letzten Partien, aus denen ein Remis (0:0) gegen Scherlebeck und ein 2:0-Sieg über den SuS Bertlich resultierten, konnte Giera eine positive Veränderung bei seinen Spielern erkennen: „Da war ein ganz anderer Wille. Die Technik kann ich nicht so schnell verbessern. Daran müssen wir in der Winterpause arbeiten.“
Eine Auszeit nimmt sich Giera, der nun nach vier Jahren Mädchen- und Frauenfußball froh ist, dem "Zickenalarm" entkommen zu sein, selten. Nur nach seiner Vertragsauflösung beim FFC im Juni gönnte er sich eine viermonatige Auszeit. „Da musste ich erst mal Abstand nehmen, aber nun will ich jungen Spielern wieder Perspektive bieten und den Klassenerhalt mit der Reserve schaffen“, nimmt Giera den Abstiegskampf voller Tatendrang auf sich. Ein Anfang soll in den verbleibenden Spielen bis zur Winterpause gemacht werden: Giera fordert vier Punkte aus den Partien gegen den SV Hochlar und die SG Marl.

10:30
Dieser Artickel ist eine Frechheit! Der Senioren Vorstand der SGL sollte sich mit solchen Aussagen zurück halten denn wenn ein Trainer in der ersten Saison als Seniorentrainer mit 6 Spielern zu Anfang einer Saison steht und nacher einen Kader von 26 Spielern daraus macht und dann auch noch den direkten Wiederaufstieg in die Kreisliga A schafft, kann das gar nicht so verkehrt sein. Übrigens ist die Trainingsbeteiligung bei den 2. Senioren noch immer nicht besser als unter mir. Desweiteren hatte der sportliche Leiter Harald Weiss schon während der letzten Saison kurz vor unserem Aufstieg sich schon hinter meinem Rücken nach anderen Trainern umgesehen obwohl ich in dieser Zeit nicht einmal beim Training gefehlt habe.
Komisch!?
Die Vereinsstrucktur der Senioren läßt leider auch zu wünschen übrig, da sich die Machtverhältnisse nicht klar aus den Ämter herauslesen lassen. Man sollte auch nicht vergessen das ich etwas für den Verein und meiner Mannschaft geleistet habe aber das zählt anscheinend nicht im Seniorenbereich der SGL. Man sollte nicht so einen Artickel schreiben und die halbe Wahrheit nur nennen. Das soll hier kein Nachtreten sein sondern nur eine Klarstellung an meiner Person!
Mit sportlichem Gruß
M. Kardolsky