Gegen den Trend
10.02.2012 | 16:28 Uhr 2012-02-10T16:28:00+0100
Herten.Wenn Boris Kaminski das mal wüsste, warum die Rheinland Versicherungen Hertener Löwen immer, wenn es gegen die Schwelmer Baskets ging, von diesem Gegner als Verlierer vom Platz geschickt worden sind. „Gegen Schwelm haben wir es nie geschafft, eine ordentliche Leistung zu zeigen“, stellt der Trainer fest. Er nimmt mit seinem Team am heutigen Samstag (19.30 Uhr) den nächsten Anlauf, um mal eine Trendwende für diese ganz spezielle Bilanz einzuleiten.
Vielleicht ist dies letztlich aber auch nur ein Nebengeräusch, denn vier Spieltage vor Schluss geht es für die in Frage kommenden Teams vielmehr darum, wer sich so günstig wie möglich für die ab März anstehenden Play off-Spiele positioniert. Es ist jetzt die Saisonphase, in der auch einzelne Rundenspiele Play off-Charakter bekommen. Das Match der Löwen heute in Schwelm hat sich diesen Stempel schon verdient.
Kaminski hat vor dem Gegner jedenfalls einigen Respekt, er sagt: „In Schwelm wartet auf uns ein Team, das in der Tabelle eigentlich besser stehen müsste.“ Die Baskets sind Fünfter, haben vier Punkte Rückstand auf die punktgleichen Hertener, den Tabellenzweiten, und die Spot Up Medien Baskets Braunschweig, den Dritten.
Am 20. Spieltag haben die Schwelmer gezeigt, wozu sie fähig sind, haben Spitzenreiter Hannover mit 101:89 geschlagen. Auch hier spielten die beiden US-Amerikaner der Baskets stark. Jason Smith kommt auf bisher durchschnittlich 20,47 Punkte pro Spiel, Jason Holmes auf 20,23 Punkte pro Match.
Die Gastgeber werden aber auch wissen, was für eine Statistik die Hertener Löwen heute mitbringen werden.
Sechs Spiele in diesem Jahr, sechs Siege. „Wie wir bisher immer gegen Schwelm gespielt haben, das haben wir nicht im Hinterkopf“, sagt Boris Kaminski, „wir sind im Moment gut drauf.“
Neuzugang Zamal Nixon wird immer wieder als wichtiger Mosaikstein fürs in diesem Jahr so erfolgreiche Löwen-Ganze genommen, allerdings wirkt die Mannschaft in 2012 insgesamt homogener. Ein wichtiger Faktor dabei für den Trainer – neben der Tatsache der gewonnenen Spiele in Serie: Die ersten zwei Auswärtsspiele dieses Jahres in Berlin. „Da sind wir uns als Mannschaft noch mal ein großes Stück näher gekommen, es gab viele Gespräche, die man sonst so nicht führen kann.“ Die Play offs stehen an, auch die kommende Saison war schon mal kurz ein Thema für die Löwen und ihren Trainer Boris Kaminski. Mit Ergebnis, dass man weiterhin im Gespräch bleibt. Kaminski selbst, sagt er, habe seine grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, als Trainer der Löwen weiterzumachen. Weil es ihm Spaß mache, in Herten zu arbeiten, sagt der Trainer.
Allerdings möchte er auch wissen, wie es mittelfristig weitergeht, mit welchen Spielern es in der kommenden Saison weitergehen kann. Eine Frage des Gesamtpakets.

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