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Ganz entspannt

03.02.2012 | 16:55 Uhr
Ganz entspannt

Marl.Es gibt Fußballspiele, die kann man gar nicht vergessen. Wattenscheid, Martin Schmidt, da war doch mal was? Der Trainer des VfB Hüls antwortet schneller, als ein scharf geschossener Elfer bis zur Torlinie braucht: „Drei zu Null für uns. Zweimal Pereira, einmal Mutluer. Feiernde Hülser Fans auf der Tribüne.“ In der Saison 2004/2005 der damaligen Oberliga Westfalen war das, als die Hülser die hoch ambitionierten Wattenscheider mit starkem Fußball und einem 3:0 aus deren eigenem Lohrheide-Stadion schossen. Man darf davon ausgehen, dass der Vergleich am morgigen Sonntag (14.30 Uhr, Sportzentrum Wattenscheid) nicht ganz so tiefe Eindrücke hinterlassen wird.

Für den VfB steht beim Wattenscheider Team um Trainer Andre Pawlak das nächste Freundschaftsspiel an, zwei Wochen vor dem Wiederbeginn der NRW-Liga-Punktspiele. Am Samstag, 18. Februar, erwarten die Hülser Alemannia Aachen II am Badeweiher.

Martin Schmidt sagt, er sehe dem Punktspielauftakt „entspannt“ entgegen. Zwar sind Christian Erwig und Kai von der Gathen zurzeit angeschlagen, dafür ist die Schulterverletzung von Michael Planhof nicht so schlimm wie befürchtet. Aber insgesamt, so Schmidt: „Bei uns läuft alles in ruhigem Rahmen ab. Aber egal, welchen Trainer man im Moment fragt: Es werden ja alle sagen, dass sie voll im Plan liegen. Was gut ist oder weniger gut, das sehen wir alle erst wieder, wenn es um Punkte geht.“

Als einen Vorteil für den VfB in dieser Winter-Vorbereitung sieht Martin Schmidt: „Wir müssen keine Neuzugänge integrieren und haben keinen Stammspieler abgegeben.“

Testspiele wie das 1:0 über den DSC Wanne-Eickel aber liefern schon den ein oder anderen Hinweis – für Schmidt wichtig: „Trotz der schwierigen äußeren Bedingungen haben wir ein gutes Spiel gemacht und den Ball laufen lassen.“

Wer will, kann ja schon in diesen Tagen darüber spekulieren, wie in der kommenden Saison die neue Regionalliga West zusammengesetzt sein könnte. Mit Vereinen wie RW Oberhausen, RW Essen, Wuppertaler SV, den Zweitvertretungen von Bundesligisten sowie denjenigen Klubs, die erfolgreich aus den Relegationsspielen hervorgehen. Mit solchen Gedankenspielen aber, so Schmidt, beschäftige sich der VfB Hüls noch nicht. Erst mal gehe es um das Ziel, überhaupt am Ende der NRW-Liga-Saison solch einen Relegationsplatz zu erreichen.

Schmidt: „Dafür haben wir die Qualität im Kader. Unsere Aufgabe ist es, sportlich die Grundlagen zu legen. Alles andere muss im administrativen Bereich geklärt werden.“ Aber mit der Möglichkeit zum Sprung in die Regionalliga ist durchaus zu rechnen: „Wir sind sportlich so aufgestellt, dass wir dieses Ziel erreichen können“, sagt Schmidt.

Im „administrativen Bereich“ werden sie sich beim VfB Hüls schon ab diesem Wochenende bewegen. Die ersten Treffen für die weitere Zukunft stehen an, zunächst werden die Gespräche mit den Trainern geführt. Martin Schmidt spricht auch für seine Kollegen im Trainerteam: „Wir fühlen uns im Verein wohl, wir fühlen uns als Trainer in der Gruppe wohl.“ Sind die Übungsleiter-Personalien geklärt, sollen schnell die Absprachen mit den Spielern folgen.

Auf dem Platz wird am Sontag in Wattenscheid weitergearbeitet. Der Westfalenliga 2-Tabellenführer könnte ein möglicher Relegationsgegner der Hülser sein. Aber das ist wirklich noch ein Gedankenspiel.

Stephan Falk

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