Fünf-Satz-Krimi entscheidet Derby

Man kennt sich offenbar zu gut. Wenn sich die Tischtennis-Herrenteams der Polizeisportvereinigung (PSV) und SG Suderwich gegenüberstehen, können sich die Gegner nicht zu überraschen. Wieder einmal endete das Bezirksliga-Derby daher 8:8 unentschieden.

Recklinghausen.. "Vor dem Spiel hätte das sofort unterschrieben", sagt Tim Gottschlich von der gastgebenden PSV. Nach dem gut dreieinhalbstündigen Derby in der Sporthalle des Marie-Curie-Gymnasiums stellt er jedoch enttäuscht fest: "Wir haben einen Punkt verloren." Wieder einmal konnten die Hausherren eine Führung nicht ins Ziel retten. "Das war jetzt schon unser drittes Unentschieden", bedauert Gottschlich.

Dabei hatte der Bezirksliga-Elfte im Derby lange gehofft, den Befreiungssschlag zu landen. Vor dem abschließenden Doppel führte die PSV mit 8:7 - mit Bernd Pohlmeyer/Christian Klein stand in der finalen Begegnung ein starkes Doppel an der Platte. "Sie sind eigentlich eine Bank", sagt Gottschlich.

Doch so sehr sich das Duo auch um den siegbringenden neunten Punkt bemühte, die Suderwicher stellten mit Ralf Bertels/Klaus Hennigfeld ebenfalls ein starkes Doppel, das letztlich beim 11:6, 4:11, 11:9, 8:11, 11:9 eine Winzigkeit vorne lag.

Enttäuschung auf der einen Seite, Freude auf der anderen. "Betrachtet man den Spielverlauf, haben wir einen Punkt gewonnen", gibt Bertels unumwunden zu. Die Gäste hatten nach den Eingangsdoppeln 2:1 geführt: Rene Pia/Harald Svoboda (3:0 gegen Pohlmeyer/Klein) und Carsten Dynak/Arne Jonas Tillmann (3:1 gegen Gottschlich/Christoph Tryba) gewannen, Bertels/Hennigfeld (1:3 gegen Andreas Lohmann/ Maik Stackelbeck) verloren.

In der ersten Einzelrunde drehte die PSV das Spiel. Pohlmeyer, Gottschlich (beide 3:2), Tryba (3:1) und Stackelbeck (3:2) sorgten für eine 5:4-Führung. Weil die Gastgeber die Entscheidung in der ausgeglichenen zweiten Runde aber verpassten, musste bekanntlich das Abschlussdoppel entscheiden.